Das neue Label Barras Brothers Motorcycle (BBM) bringt 2026 ein E-Motorrad auf den Markt und setzt dabei auf Vielfalt auf einer Basis.
Mit Barras Brothers Motorcycle (BBM) betritt ein neues Label die Bühne der Elektromotorräder. Die von den Brüdern Guillaume und Benoit Barras gegründete Marke will noch im Sommer im baskischen Bilbao ihr erstes Modell namens Hiro in mehreren Varianten an den Start bringen.

Technische Basis ist ein Gitterrohrrahmen aus Stahl mit zusätzlichen Aluminium-Elementen. Zentral integriert sind Batterie und E-Motor, letzterer sitzt zwischen Stromspeicher und Hinterradschwinge und treibt das Hinterrad per Kette an. Optisch orientiert sich die Hiro am klassischen Naked-Bike-Layout: Eine tankförmige Abdeckung überdeckt Akku und Leistungselektronik. Vorn arbeitet eine Upside-down-Gabel, hinten eine Zweiarmschwinge mit Zentralfederbein.
BBM Hiro: In 15 Minuten auf 80 Prozent
Der flüssiggekühlte Elektromotor leistet dauerhaft 35 kW/48 PS sowie in der Spitze bis zu 70 kW/94 PS und stellt maximal 150 Newtonmeter bereit. Das rund 200 Kilogramm schwere Motorrad soll in 3,5 Sekunden auf Tempo 100 sprinten und in der schnellsten Ausführung 190 km/h erreichen. Die Systemspannung beträgt 360 Volt, die Lithium-Ionen-Batterie speichert 13 kWh. BBM verspricht bis zu 125 Kilometer Reichweite im Sportmodus und bis zu 225 Kilometer im Stadtbetrieb. An einem Schnelllader soll sich der Akku in 15 Minuten auf 80 Prozent laden lassen. Der Onboard-Lader verarbeitet bis zu 6,6 kW; an der Steckdose sind 80 Prozent Ladestand in weniger als drei Stunden möglich.

Für die Verzögerung setzt BBM auf eine Bremsanlage von Brembo mit 32-Zentimeter-Doppelscheibe vorn und radial verschraubten Vierkolbenzangen. 17-Zoll-Räder mit Michelin-Road-Reifen in den Dimensionen 120/70 und 180/55 unterstreichen den sportlichen Anspruch. Zur Ausstattung zählen Traktionskontrolle, deaktivierbares ABS, Bluetooth-Konnektivität und eine eigene App.
Geplant sind die Varianten Streetfighter, Roadster, Café Racer und Scrambler. Sie unterscheiden sich nicht nur optisch, sondern auch bei der Höchstgeschwindigkeit. Die Streetfighter-Version ist auf 190 km/h ausgelegt, die Scrambler-Variante auf 130 km/h limitiert. Roadster und Café Racer erreichen maximal 140 beziehungsweise 150 km/h.
Erste Vorserien-Prototypen sollen im Juni fertiggestellt werden, der Produktionsstart ist für Juli 2026 geplant. Mario Hommen/SP-X


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