MG GO

GO!: MG setzt auf Emotionalität

MG nutzt das Goodwood Festival of Speed für das Debüt seiner Elektro-Studie GO!. Sie soll der Marke wieder Emotionalität einhauchen.

Mit Ausnahme des Elektro-Roadsters Cyberster besticht die restliche Produktpalette der britischen Automarke MG nicht gerade durch Emotionalität. Nach der Übernahme durch SAIC legte man im chinesischen Konzern den Fokus bislang eher auf Mainstream. Und dies durchaus erfolgreich. In Deutschland wächst MG kontinuierlich, legte im ersten Halbjahr um 40 Prozent zu und knackt damit erstmals die Ein-Prozent-Marke bei den Neuzulassungen.

Das könnte sich in Zukunft noch beschleunigen. Zündstoff liefert ein etwa vier Meter kurzes Hatchback-Modell, das MG gerade auf dem Oldtimer-Event Festival of Speed im südenglischen Goodwood vorstellt: das Concept Car GO!. Knuffiges Design, knackige Proportionen, cooler Auftritt, einen gewissen Must-Have-Faktor kann man dem GO! nicht absprechen. Man fühlt sich irgendwie an den Mini Cooper erinnert. Doch von Kopie will MG nichts wissen. „Wir haben uns an den charakteristischen Linien unseres Klassikers MGB GT orientiert“, sagt Designchef Josef Kaban, „das Ziel hieß: Es muss Freude bereiten, auf sein Auto zuzugehen, weil es einfach chic aussieht.“

MG GO!: Schon mit Semi-Feststoff-Akku?

Offiziell gilt der GO! zwar als seriennahe Studie. Doch die käufliche Version dürfte sich davon optisch nur in wenigen Details unterscheiden. Der sogenannte Design Freeze ist längst abgeschlossen, die Presswerkzeuge sind im Bau, nachträgliche Änderungen würden viele Millionen Euro verschlingen. Die Produktionsvorbereitungen laufen auf Hochtouren. Schon Ende 2027 will MG seinen kleinen Stromer auf den Markt bringen. Wie er heißen wird, darüber hüllt man sich noch in Schweigen. Ein möglicher und passender Name wäre MG2, denn den MG3 und MG4 gibt es bereits.

Auch was die technischen Einzelheiten betreffen, sickern Informationen nur spärlich durch. Man kann aber davon auszugehen, dass ein chinesischer Konzern wie SAIC mit seinem Know-how in Sachen Elektroantrieb und Batterietechnologie konkurrenzfähige Technik liefern wird. Unterm GO! soll eine neue entwickelte Elektro-Architektur stecken. Gemunkelt wird, dass Batterien mit Semi-Feststoff-Elektrolyt zum Einsatz kommen könnten. Es wäre eine kleine Revolution. Diese Zellchemie setzt MG demnächst bei seinen neuen Plug-in-Hybriden ein, SUVs im B-, C- und D-Segment. Vorteile: bessere Leistungsabgabe bei niedrigem Ladestand, temperaturunempfindlicher, schneller zu laden. Michael Specht/SP-X

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