Klimaanlage

Klimaanlage aus? Das lohnt sich kaum

Um mehr Reichweite zu haben schalten manche E-Mobilisten die Klimaanlage aus. Doch das hat nur einen geringen Effekt.

Die Klimaanlage kostet Reichweite – doch weit weniger, als viele E-Auto-Fahrer befürchten. Selbst bei großer Hitze ist es daher kaum sinnvoll, aus Stromspargründen auf Kühlung zu verzichten. Der Komfortgewinn durch die laufende Kühlung ist groß, die Reichweiteneinbuße in der Regel überschaubar.

Genaue Verbrauchswerte lassen sich nicht pauschal nennen. Entscheidend sind unter anderem die Außentemperatur, die gewünschte Innenraumtemperatur, die Größe und Verglasung des Autos sowie Zustand und Technik der Klimaanlage. Als grober Richtwert gilt: Bei 25 Grad Außentemperatur und einer Innenraumtemperatur von 20 Grad benötigt die Kühlung etwa 0,5 bis 1 Kilowattstunde zusätzlich pro 100 Kilometer. Bei mehr als 30 Grad können es rund 1 bis 2 kWh sein.

Ioniq 5: Nur drei bis 11 Kilometer Ersparnis

Was das konkret bedeutet, hat der Energieversorger EnBW am Beispiel eines Hyundai Ioniq 5 mit einem Normverbrauch von 16 kWh ermittelt. Bei moderatem Kühlbedarf beträgt die Einbuße demnach rund drei Kilometer je rechnerischen 100 Kilometern Reichweite, bei starker Hitze etwa elf Kilometer. Die maximale Reichweite des Crossovers würde dann statt 570 Kilometer (Normwert) nur noch 507 Kilometer betragen.

Wer trotzdem beim Kühlen Energie sparen will, kann im Stadtverkehr die ersten Minuten mit geöffneten Fenstern fahren. Der zusätzliche Luftwiderstand fällt dann kaum ins Gewicht. Mit steigendem Tempo sollten die Fenster jedoch geschlossen werden. Spätestens ab etwa 70 km/h ist die Klimaanlage in der Regel effizienter, weil offene Seitenscheiben den Luftwiderstand deutlich erhöhen. Das gilt ebenso für ein geöffnetes Schiebedach. SP-X/Titelfoto: Kia

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