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EU-Politik: Verbrenner-Aus soll aufgeweicht werden

EU-Politik: Deutschland und Frankreich wollen das Verbrenner-Aus aufweichen und den europäischen Automarkt schützen.

Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben sich auf eine gemeinsame Linie zur künftigen EU-Autopolitik verständigt. Wie die „Automobilwoche“ unter Berufung auf ein Positionspapier berichtet, sollen die CO2-Grenzwerte für Neuwagen ab 2035 weiter gelockert werden. Hersteller müssten den Flottenausstoß gegenüber 2021 nur noch um 90 Prozent reduzieren, ohne die verbleibenden Emissionen ausgleichen zu müssen. Frankreich hat dieser Regelung zugestimmt, im Gegenzug unterstützt Deutschland strengere europäische Herkunftsvorgaben für Fahrzeuge und Komponenten.

Demnach sollen künftig nur noch Autos von staatlichen Kaufprämien, anderen Förderungen und öffentlicher Beschaffung profitieren, die zu einem wesentlichen Teil in Europa gefertigt werden. Für 2028 und 2029 sieht das Papier eine Mindestquote von 70 Prozent europäischer Wertschöpfung bei den Fahrzeugkomponenten vor, zunächst ohne Batterie. Für diese gelten eigene, schrittweise steigende Herkunftsanforderungen. Zudem sollen in Europa produzierte Elektroautos bei der Berechnung der CO2-Flottenwerte bevorzugt werden.

Der Kompromiss stößt bei Umweltverbänden auf Kritik. Transport & Environment (T&E) spricht von einem „historischen Fehler“, der den Hochlauf der Elektromobilität und den Aufbau einer europäischen Batterieindustrie gefährde. Die Vorschläge gehen teilweise über die bisherigen Pläne der EU-Kommission hinaus. Eine endgültige Einigung auf europäischer Ebene steht noch aus. Auch die Koalition in der Bundesregierung muss die Regelung noch abnicken. SP-X/Titelfoto: KI-generiert

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