Bis zu 600 Kilometer Reichweite, in 10 Minuten 300 Kilometer nachladen: Die Verge TS revolutioniert den E-Motorrad-Markt.
Als wir vor einigen Tagen den ersten in einem Kfz auf den Markt kommenden Feststoffakku vorstellten, herrschte in den Kommentaren Skepsis vor: Zu oft schon wurden die „Wunderakkus“ angekündigt, ohne dass etwas passiert war. Nun aber ist es soweit. Der finnisch-estnische Motorradhersteller Verge Motorcycles nutzt die Technikmesse CES (bis 9. Januar), um sein Elektromotorrad TS in einer neuen Ausführung mit Feststoffbatterie zu präsentieren. Bereits in den kommenden Monaten soll die weiterentwickelte Variante in Deutschland auf den Markt kommen.

Der technologische Sprung fällt deutlich aus: Die 33,3 kWh große Batterie ermöglicht eine um 240 Kilometer erhöhte Reichweite von bis zu rund 600 Kilometern. Gleichzeitig verkürzt sich die Ladezeit erheblich. Energie für etwa 300 Kilometer soll sich in rund zehn Minuten nachladen lassen. Für den Autobahnbetrieb gibt der Hersteller eine praxisnahe Reichweite von etwa 315 Kilometern an. Damit ist die Verge TS das erste langstreckentaugliche Elektromotorrad überhaupt.
Verge TS: Leider ziemlich teuer
Technisch bleibt die TS dem markentypischen Konzept treu. Angetrieben wird sie weiterhin vom nabenlosen Felgenmotor im Hinterrad, der bereits Ende 2025 in der überarbeiteten und deutlich leichteren Version Donut 2.0 vorgestellt wurde. Künftig stehen zwei Leistungsstufen zur Wahl: Die Version Pro mit 102 kW/139 PS und 1.000 Newtonmetern Drehmoment oder in der stärkeren Ausbaustufe Ultra mit 150 kW/204 PS und 1.200 Newtonmetern. Das auf rund 230 Kilogramm reduzierte Gewicht ermöglicht Beschleunigungswerte von 3,5 beziehungsweise 2,5 Sekunden von null auf 100 km/h. In beiden Varianten ist die Höchstgeschwindigkeit auf 200 km/h begrenzt.
Der Preis liegt bei 36.600 Euro, eine California Edition kostet 1.200 Euro Aufpreis. Die leistungsstärkere TS Ultra soll im Frühjahr zum Preis von rund 54.400 Euro folgen. SP-X


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