Nio bringt in Kürze auch in Deutschland die Einstiegsmarke Firefly auf den Markt. Der Basispreis soll knapp unter 30.000 Euro liegen.
Offiziell gibt es keine Informationen zum Termin der Markeinführung. Da hält sich Peter Seitz, europäischer Produktchef von Nio, noch sehr bedeckt. Doch wie zwischen den Zeilen zu erfahren ist, soll das erste Firefly-Modell (eine Modellbezeichnung gibt es nicht) im ersten Halbjahr, möglichst noch im Frühling, in den Handel kommen.

Die bereits sehr ordentlich ausgestattete Basiversion soll – wie in den Niederlanden, hier gibt es den Wagen bereits ebenso wie in Norwegen – vermutlich 29.900 Euro kosten. 18-Zoll-Räder, LED-Scheinwerfer und Navigationssystem samt 13,2-Zoll-Infodisplay sind dann unter anderem verbaut. Die noch umfangreicher bestückte Comfort-Variante wird inklusive Panorama-Glasdach um die 2.600 Euro teurer sein.
Das vier Meter lange, zwei Meter breite (ohne Spiegel 1,86 Meter) und 1,56 Meter hohe Glühwürmchen, so die Übersetzung von Firefly, fällt optisch zunächt einmal aufgrund seiner außergwöhlichen Lichtsignatur auf. Vorne und hinten haben die Designer drei runde Leuchteinheiten in einem Dreieck platziert. Ansonsten sind Front und Heck ebenso wie die Flanken mit versenkbaren Türgriffen sehr glattflächig gezeichnet.

Firefly: Außergewöhnliche Lichtsignatur
Besonders kreative Ideen aber haben die Entwickler in Sachen Praxistauglichkeit in die Tat umgesetzt. Schon der Innenraum bietet aufgrund des 2,62 Meter langen Radstands wirklich viel Platz auch auf der Rückbank. Dazu kommt ein Ladeabteil, das von 404 bis auf 1.253 Liter variabel erweitert werden kann. Dazu tragen die geteilt umlegbaren hinteren Lehnen bei.
Doch nicht nur das. Die Sitzflächen lassen sich sowohl hinten als auch beim Beifahrerplatz aufklappen. Darunter liegen jeweils Fächer, in denen sich Kleinkram unterbringen lässt. Außerdem bietet der Firefly einen Frunk unter der Fronthaube mit einem Volumen von satten 92 Litern. Sogar an einen Ablauf haben die Designer gedacht, falls nasse Kleidung oder Schuhe nach einem regnerischen Ausflug dort verstaut werden soll.

Reagiert haben die Entwickler auch auf Kritik an der teilweise umständlichen Bedienbarkeit über das Touchdisplay. Hier ist im Vergleich zu den Nio-Modellen vieles deutlich einfacher geworden. Die Belegung von einzelnen Kacheln ist unkompliziert und geht schnell. Zudem lassen sich über die Sprachbedienung eine Reihe von Wünschen erledigen oder zumindest vereinfachen. Statt Nomi bei Nio steht beim Firefly Lumo hilfsbereit zur Verfügung. Deutlich wird mit diesen Verbesserungen, dass der Firefly trotz der chinesischen Heimat seine eigentlichen Wurzeln in der europäischen Nio-Zentrale in München hat. Denn dort wurde das Konzept des Glühwürmchens erdacht und in die Tat umgesetzt.
41,2 kWh großer Akku für 330 Kilometer
Antrieb und Batterie sind vor allem auf den Einsatz im urbanen Umfeld ausgelegt. So bietet der Akku lediglich eine Kapazität von 41,2 kWh netto. Das soll eine WLTP-Reichweite von 330 Kilometern ermöglichen, betont Peter Seitz. Der Normverbrauch wird mit 14,5 kWh angegeben. Geladen werden kann an der heimischen Wallbox mit 11 kW oder mit 100 kW an der Schnellladesäule. Damit liegt der Firefly auf Augenhöhe mit der Konkurrenz von Opel (Corsa) und Peugeot (208).

Der 105 kW (143 PS) starke E-Motor treibt die Hinterachse an. Das ermöglicht nicht nur den großen Frunk, sondern auch einen mit 9,40 Metern sehr kleinen Wendekreis. Für den Einsatz in der Stadt ein nicht zu verachtender Aspekt. Und wenn doch mal eine kleine Reise mit Autobahnanteil geplant ist, dann fliegt das Glühwürmchen bei Bedarf mit bis zu 150 Kilometern pro Stunde über den Asphalt.


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