Bei Arbeiten an E-Autos legen Kfz-Werkstätten höhere Stundenverrechnungssätze an. Das habe aber gute Gründe, so der ZDK.
E-Autos verursachen über die normale Haltedauer keine höheren Werkstattkosten als Verbrenner. Darauf weist der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und wehrt sich gegen Abzock-Vorwürfe. Zuvor hatte es immer wieder Kritik an den hohen Stundenverrechnungssätzen für Arbeiten an E-Autos gegeben.
Der Stundenverrechnungssatz einer Kfz-Werkstatt sei nicht mit dem Stundenlohn des Mechanikers gleichzusetzen, so der Verband. Er bilde hingegen auch weitere Faktoren ab – von Werkzeugkosten bis hin zu Kosten für Qualifikation und Arbeitsschutz. Gerade bei Elektrofahrzeugen ist dieser Gesamtaufwand für Betriebe dem Verband zufolge deutlich gestiegen. Hochvolttechnik stelle neue technische, organisatorische und sicherheitsrelevante Anforderungen.
Werkstattkosten: Ausgeglichene Gesamtbilanz
In der Gesamtbilanz ergibt sich nach Ansicht des Verbands ein ausgeglichenes Bild. Bei Wartung und Inspektion haben E-Autos trotz der höheren Stundensätze Kostenvorteile, da der Aufwand deutlich geringer ausfällt als bei Verbrennern. Bei Schadensreparaturen kann das jedoch anders aussehen, da E-Modelle oft mehr elektrische und komplexere Komponenten haben. In der Gesamtschau der meisten Marken und Modelle seien die Reparatur- und Wartungskosten während der durchschnittlichen Haltedauer von Elektrofahrzeugen und Verbrennern vergleichbar, so der Verband. SP-X/Titelfoto: Kia


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