Auf den Classic Days in Berlin zeigt VW Nutzfahrzeuge mit dem T2 Elektro die ersten Schritte hin zur Elektromobilität.
Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer ist 2026 bei den Classic Days in Berlin (4. und 5. Mai) vertreten und bringt ein besonders authentisches Kapitel der eigenen Markengeschichte zurück an seinen Ursprungsort. Im Mittelpunkt des Auftritts steht ein elektrisch angetriebener VW T2 (Titelfoto), der bereits ab Ende der 1970er Jahre in Berlin tatsächlich im Einsatz war. Ergänzt wird die historische Perspektive durch den e-BULLI als visionäre Interpretation des elektrischen Klassikers sowie einen aktuellen ID. Buzz, der zeigt, wie konsequent Volkswagen Nutzfahrzeuge die Idee des elektrischen Bulli in die Serienmobilität überführt hat.
Der ausgestellte VW T2 Elektro ist eines der frühesten Pionierfahrzeuge der Elektromobilität von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Das Fahrzeug wurde 1977 produziert und am 15. Juli 1977 auf die Berliner Entwässerungswerke zugelassen. Damit ist dieser Bulli untrennbar mit Berlin verbunden – nicht als Studie oder Ausstellungsstück, sondern bis 1992 als Arbeitsfahrzeug im urbanen Alltag.

Berlin gehörte in den 1970er Jahren zu den wenigen Städten, die sich aktiv an einem groß angelegten Flottenversuch mit elektrisch angetriebenen Nutzfahrzeugen beteiligten. Für diesen Einsatz wurden spezielle Rahmenbedingungen geschaffen: Unter anderem entstand in der Hauptstadt eine Batteriewechselstation, an der die im Laderaum verbaute Batterieeinheit (850 kg) innerhalb weniger Minuten gegen eine geladene ausgetauscht werden konnte. Alternativ war das Laden per Kabel möglich.
VW T2 Elektro: 21,6 Kilometer Reichweite
Mit einer Batteriekapazität von 21,6 kWh, Reichweiten von bis zu 85 Kilometern, einer Dauerleistung von 16 kW (22 PS) und einer Höchstgeschwindigkeit von 71 km/h war der Elektro T2 konsequent auf den innerstädtischen Einsatz ausgelegt. Funktionen wie die Brems-Energie-Rückgewinnung (Rekuperation) zeugen davon, wie weit die Technik diese Kleinserie ihrer Zeit voraus war.
Dieses Berliner Projekt markiert den technologischen Ursprung einer Entwicklung, die Volkswagen Nutzfahrzeuge über Jahrzehnte hinweg begleitet hat. Ein sichtbares Bindeglied zwischen dieser frühen Phase und der heutigen Elektromobilität ist der e-BULLI. Die Studie basiert auf einem klassischen VW T1 und kombiniert dessen ikonische Karosserie mit moderner elektrischer Antriebstechnologie. Der e-BULLI übersetzt die ursprüngliche Idee des emissionsfreien Bulli erstmals in ein emotionales, zeitgemäßes Gesamtkonzept und zeigt, wie historische Substanz und moderne Technik miteinander verschmelzen können. Damit steht er sinnbildlich für den Übergang vom experimentellen Elektro T2 der 1970er Jahre zu einer neuen Generation elektrischer Bulli.

Den Abschluss dieser Entwicklungslinie bildet der ID.Buzz. Als vollelektrisches Serienfahrzeug führt er die Idee des elektrischen Bulli konsequent in die Gegenwart.
Mit der Präsentation dieser drei Fahrzeuge erzählt Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer bei den Classic Days in Berlin eine durchgängige Geschichte elektrischer Mobilität – von den frühen Anfängen über die visionäre Neuinterpretation bis hin zur Serienreife. Berlin wird dabei zum verbindenden Ort, an dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des elektrischen Bulli sichtbar zusammenkommen. Titelfoto: VW Nutzfahrzeuge
Die Fahrzeuge bei den Classic Days Berlin 2026:
T2 Elektro (1977):
Produziert 1977, Siehe oben Batteriekapazität 21,6 kWh, Reichweite bis zu 85 km, Elektromotor mit 16 kW (22 PS), Höchstgeschwindigkeit 71 km/h. Teil eines Berliner Flottenversuchs mit Batteriewechselstation und frühem Rekuperationssystem.
Studie e-BULLI (2020):
Studie auf Basis eines 1966 produzierten VW T1 Samba Bus. Elektromotor mit 61 kW (83 PS), Lithium Ionen Batterie mit 54 kWh, Reichweite über 200 km, CCS Schnellladefähigkeit 100 kW. Brücke zwischen historischem Elektro T2 und ID. Buzz.
ID.Buzz (Serie):
Vollelektrisches Serienmodell auf MEB Basis. Interpretation der klassischen Bulli Idee für die Gegenwart, lokal emissionsfrei, vielseitig einsetzbar und als konsequente Fortführung der elektrischen Bulli Geschichte. Wahlweise mit Heckmotor (bis zu 210 kW) oder Allradantrieb (250 kW).


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