Micromobility

Smarte Lösungen – nicht nur für die Stadt

E-Scooter, Testauto, Öko-Akku: Auf der Berliner Messe Micromobility wurden nun die neuesten Trends gezeigt.

Der dichte Straßenverkehr ist in vielen Weltregionen ein Problem. Der Trend geht daher zur Leichtmobilität – mit kleinen Fahrzeugen und nachhaltiger Fortbewegung – gerne elektrisch und emissionsfrei. Auf der Micromobility in Berlin stellten Unternehmen jetzt innovative Produkte vor – vom smarten Fahrradhelm bis zum E-Scooter, der für längere Pendlerstrecken taugt.

Zur Arbeit mit dem E-Scooter

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Das Modell VX4 eine Maximalleistung von 2.800 Watt. Der stärkste straßenzugelassene E-Scooter schafft damit bis zu 40 Prozent Steigung. Fotos: SP-X/Haiko Tobias Prengel

E-Scooter gelten als hippes Fortbewegungsmittel in Großstädten. Doch die Elektro-Flitzer sollen künftig auch stärker in ländlicheren Regionen dabei helfen, Autofahrten zu ersetzen. Daran arbeitet VMAX aus der Schweiz, das E-Scooter für den gehobenen Anspruch herstellt. Die Zielgruppe: Keine Hipster, sondern Menschen, die in den flotten Rollern ein veritables Fortbewegungsmittel und adäquaten Ersatz zum Auto sehen – gerade in Zeiten hoher Spritpreise, meint VMAX-Mitarbeiterin Chiara Bilsing. So bietet das Modell VX4 eine Maximalleistung von 2.800 Watt. Der stärkste straßenzugelassene E-Scooter schafft damit bis zu 40 Prozent Steigung, mehr als genug auch für eine steile Bergstrecke.

Regen kann das Gefährt auch ab sowie unwirtliche Fahrbahnen und Untergründe, denn montiert sind robuste Offroad-Räder. Die Reichweite des Scooters beträgt 100 Kilometer. Theoretisch könnte der VX4 sogar auf die Autobahn, sagt Bilsing. Doch aus rechtlichen Gründen ist die Höchstgeschwindigkeit bei 22 km/h abgeriegelt.
https://www.vmax-escooter.de/

Messe Micromobilty: Nie wieder einen Platten

Pakete liefern mit dem Tretauto

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Das Modell Pedal 4 etwa ist ein Cargo-Bike, das mit Pedalkraft und Akku bewegt wird.

Immer mehr Waren werden online bestellt, doch die unzähligen Lieferwagen können im Stadtverkehr ein Ärgernis sein. Das weiß man auch in London, wo das Unternehmen Minimal kleine Lieferfahrzeuge entwickelt hat, die nicht gleich die Straßen blockieren. Das Modell Pedal 4 etwa ist ein Cargo-Bike, das mit Pedalkraft und Akku bewegt wird. Vom Format her passt der Mini-Lieferwagen sogar auf einen Fahrradweg.

Pedal 4 hat ein Fassungsvermögen von 2.500 Litern, eine Nutzlast von 300 Kilogramm und kommt mit einer Akkuladung bis 60 Kilometer weit. Aufgeladen werden kann die Batterie über Nacht, schnellladen in zwei Stunden geht aber auch. Amazon hat den Trend schon erkannt und setzt auf Cargobikes des deutschen Automobilzulieferers Mubea. Minimal aus London will nun weitere Unternehmen von den Vorzügen der emissionsfreien Paket- und Warenzustellung überzeugen.
https://www.minimal.tech/

Öko-Akku für E-Bike und Co.
Elektromobilität ist umweltfreundlich, doch ganz sauber ist sie nicht. Vor allem die Produktion der Antriebsbatterien verschlingt Ressourcen. Das britische Unternehmen Taisan aus Cambridge hat jetzt eine Öko-Batterie (Titelfoto) entwickelt, die deutlich nachhaltiger sein soll als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus. Statt auf kritische Rohstoffe setzt Taisan auf Feststoffakkus mit Natrium-Ionen-Technologie. Diese ermöglichen eine ähnliche Energiedichte, kommen aber ohne wertvolle Metalle wie Kupfer, Lithium oder Kobalt aus. Dadurch sei die Produktion nicht nur deutlich umweltfreundlicher, erklärt das Unternehmen, auch in der Herstellung seien die Natrium-Ionen-Akkus spürbar günstiger, zudem die Reichweite größer. Ein Vorteil, der insbesondere den Nutzwert von E-Leichtfahrzeugen wie E-Bikes oder E-Scootern mit ihren eher kleinen Batterien erhöhen kann.
https://taisan.co.uk/

Nie wieder einen Platten

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Tannus bietet luftlose Reifen für Fahrräder und E-Bikes an, die praktisch unzerstörbar seien.

Mit dem Fahrrad ist man in den staugeplagten Innenstädten heute oft schneller unterwegs als mit dem Auto. Doch ein platter Reifen kann die Tour mit dem Zweirad-Express jäh beenden, wenn etwa spitze Steine oder Scherben auf der Fahrbahn liegen. Die Lösung will Tannus aus Südkorea gefunden haben. Das Unternehmen bietet luftlose Reifen für Fahrräder und E-Bikes an, die praktisch unzerstörbar seien.

Das Konzept: Anders als herkömmliche Reifen besteht der Pneu von Tannus nicht aus einer Gummimischung, sondern aus einem sehr robusten Polymer namens EVA (Ethanol Vinyl Acetate). Einen empfindlichen Schlauch darunter gibt es nicht. Selbst wenn dicke Nägel den Reifen perforieren, bleibt das Material intakt. Die Langlebigkeit soll enorm sein, je nach Nutzungs- und Fahrprofil könnten die Reifen fünf oder gar zehn Jahre halten. Ein weiterer Vorteil: Kautschuk von Tropenbäumen wie in anderen Pannenschutz-Reifen werden bei Tannus nicht verwendet.
https://tannus.com/de

Der Fahrradhelm, den man gerne trägt

Ein Helm kann Leben retten

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headfirst helmets hat Fahrradhelme entwickelt, die so stylisch sind und so angenehm sitzen, dass sie von ihren Besitzern dann auch getragen werden.

Radfahren liegt nicht nur im Trend, dank moderner Rennräder, Gravel Bikes und E-Bikes werden die Zweiräder auch immer schneller. Doch trotz der dadurch erhöhten Verletzungsgefahr tragen viele Radfahrer keinen Helm.

Vielen gefalle das Design nicht, anderen seien Helme zu unkomfortabel, weiß Daan Zoetmulder von headfirst helmets. Das niederländische Unternehmen hat daher Fahrradhelme entwickelt, die so stylisch sind und so angenehm sitzen, dass sie von ihren Besitzern dann auch getragen werden. Zudem schützen die Helme den Kopf zum Beispiel auch, wenn man bei einem Sturz schräg aufschlägt. Zusätzlichen Sicherheit bietet eine integrierte Bremsleuchte: Während der Fahrt leuchtet sie normal rot, beim Abbremsen dagegen besonders hell. SP-X/Haiko Tobias Prengel
https://headfirsthelmets.com/de

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