Die günstigen und robusten LFP-Akkus werden immer beliebter – nicht nur auf dem Elektroauto-Markt.
In E-Autos und in stationären Speichern kommen immer häufiger kostengünstige LFP-Batterien zum Einsatz. Nach Zahlen des südkoreanischen Marktforschers SNE Research entfielen 2025 rund 72 Prozent der weltweit ausgelieferten Kathodenmaterialien für Lithium-Ionen-Akkus auf LFP (Lithium-Eisenphosphat). Im Vorjahr hatte der Anteil noch bei rund 64 Prozent gelegen. Konkurrierende Materialien wie NMC und NCA kamen im vergangenen Jahr nur noch auf 28 Prozent Marktanteil.
LFP-Zellen sind günstiger und thermisch robuster, haben aber eine geringere Energiedichte als viele Nickel-Mangan-Kobalt-Zellen (NMC) und kommen deshalb besonders häufig in preisgünstigeren Elektroautos mit geringerer Reichweite zum Einsatz. Chinesische Hersteller nutzen LFP bereits intensiv, bei westlichen Autobauern ist es zunehmend in Einstiegsmodellen zu finden. Getrieben wird der LFP-Boom allerdings nicht allein vom Elektroauto. SNE verweist vor allem auch auf den stark wachsenden Markt für stationäre Batteriespeicher, etwa im Zusammenhang mit dem steigenden Strombedarf von Rechenzentren.
Stark wachsender Markt bei Batteriespeichern
Insgesamt wurden laut SNE Research 2025 rund 4,95 Millionen Tonnen Kathodenmaterial ausgeliefert, 34 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Nachfrage lag bei 4,79 Millionen Tonnen und damit 42 Prozent über Vorjahresniveau. LFP kam auf 3,47 Millionen Tonnen. Größter Anbieter über alle Chemien hinweg war Hunan Yuneng mit 1,14 Millionen Tonnen. SP-X/Titelfoto: SAIC/GM


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