Was bekommt man, wenn man 40.000 Euro ausgeben will? Wir vergleichen den VW ID.Polo mit dem Xpeng L03. Wer bietet mehr Auto?
Immer wieder warnen Fachleute, dass die deutsche Automobilindustrie im Preis-Leistungsverhältnis mit den Modellen chinesischer Marken nicht mithalten kann. Bei VW und Co. sieht man diese Gefahr wohl eher nicht, denn in der Preispolitik hat sich eher weniger verändert: In den Basisversionen fehlen viele Extras, die bei anderen Marken – vor allem aus Fernost – schon inbegriffen sind. Doch wie sieht es aus, wenn man zwei Fahrzeuge gleich ausrüstet? Was bekommt man für 40.000 Euro?
Wir haben mal ein Blick auf zwei Stromer geworfen, die gerade frisch erschienen sind: dem kompakten VW ID.Polo und dem größeren chinesischen SUV-Coupé Xpeng L03 (siehe Tabelle). Beide werben mit einem für ihr Segment ungewöhnlich fairen Preis-Leistungs-Verhältnis – doch die Rechnung geht auf sehr verschiedene Weise auf.
Volkswagen ist mit dem ID.Polo angetreten, um wirklich bezahlbares Elektroauto zu bauen, und hält dieses Versprechen – zumindest beim Einstiegspreis: Die Basisversion Trend startet bei 24.995 Euro. Doch mit einigen Klicks in der Ausstattungsliste stößt man schnell in die Preisregion um 40.000 Euro vor und landet bei der Topausstattung Style mit dem größeren 52-kWh-Akku für 38.390 Euro.
Dafür bekommt man ein rund 4,05 Meter kurzes, alltagstaugliches Auto mit bis zu 455 Kilometern Reichweite, echten Tasten statt reiner Touch-Bedienung und einer soliden Verarbeitung, die viele Tester positiv überrascht.
Der Xpeng L03: Mehr Auto fürs gleiche Geld
Der Xpeng L03 tritt in einem völlig anderen Format an: Mit 4,65 Metern Länge ist er ein SUV-Coupé und damit klar größer als der ID.Polo. Für rund 40.000 Euro bekommt man bereits die Long-Range-Version für 38.600 Euro mit bis zu 520 Kilometern Reichweite – deutlich mehr als der VW in vergleichbarer Preislage bietet.
Auch bei der Ausstattung geizt Xpeng nicht: Schon die Basisversion bringt Head-up-Display, belüftete und beheizte Sitze, Wärmepumpe, Panoramaglasdach und 360-Grad-Kamera serienmäßig mit – Features, für die man bei europäischen Herstellern oft deutlich tiefer in die Tasche greifen muss. Trotz konventioneller 400-Volt-Architektur lädt der L03 mit bis zu 236 kW und schafft den Sprint von 10 auf 80 Prozent in etwa 20 Minuten. Wer noch mehr Leistung will, greift zur Performance-AWD-Version für 41.600 Euro.
Der direkte Vergleich:

Rein nach Ausstattungsumfang und Reichweite pro Euro liegt der Xpeng L03 vorn: größerer Wagen, mehr Reichweite, mehr Serienausstattung, schnelleres Laden – und das für 300 Euro mehr gegenüber dem ID.Polo Style. Fazit: Wer reine Zahlen – Reichweite, Leistung, Ladegeschwindigkeit und Serienausstattung – gegen den Preis rechnet, für den bietet der Xpeng L03 aktuell das bessere Paket.
Stellt sich die Frage, ob man für ein dichteres Händlernetz diesen Preisunterschied hinnimmt. Titelfoto: Gemini


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