Der Range Rover GT startet rein elektrisch auf EMA-Basis. Alle Infos zu Design, Innenraum und geplanter Hybrid-Option.
Range Rover erweitert seine Modellfamilie um den GT. Das neue Modell basiert auf der EMA-Plattform (Electrified Modular Architecture) und markiert damit das erste vollelektrische Range-Rover-Modell auf dieser neuen Architektur. Zum Marktstart wird der Range Rover GT ausschließlich mit batterie-elektrischem Antrieb angeboten. Aktuell befindet sich das Fahrzeug in den finalen weltweiten Erprobungsfahrten.

Der Range Rover GT soll im britischen Halewood gemeinsam mit den bestehenden Verbrenner- und Hybridmodellen der Marke produziert werden. Auch wenn das Modell zunächst rein elektrisch startet, erlaubt die EMA-Plattform grundsätzlich weitere Antriebsvarianten. Range Rover kündigt bereits an, im weiteren Modellzyklus eine Vollhybrid-Version nachzureichen. Konkrete technische Daten zu Batteriegröße, Reichweite, Antriebsleistung oder DC-Ladeleistung nennt der Hersteller derzeit noch nicht.
EMA-Plattform als Basis für kleinere Elektromodelle
Innerhalb des JLR-Konzerns dient die EMA-Architektur künftig als technische Grundlage für kleinere elektrifizierte Modelle. Dazu zählt neben dem GT auch der angekündigte elektrische Range Rover Velar. Die größeren Modelle Range Rover Electric und Range Rover Sport Electric setzen dagegen auf die Modular Longitudinal Architecture (MLA). JLR verfolgt damit künftig eine Plattformstrategie mit zwei unterschiedlichen technischen Basen für seine Elektromodelle.

Der Range Rover GT orientiert sich konzeptionell stärker an einem klassischen Gran Turismo als bisherige Modelle der Marke. Die aktuell noch getarnten Prototypen lassen bereits eine flachere, coupéhafte Silhouette erkennen. Trotz des sportlicheren Designs soll das Modell die geländetaugliche DNA der Marke beibehalten. Range-Rover-Geschäftsführer Martin Limpert beschreibt das Ziel als Kombination aus mühelosem Elektroantrieb, hohem Langstreckenkomfort und Geländegängigkeit. Wie dieser Balanceakt technisch gelöst wird, bleibt bis zur Veröffentlichung weiterer Fahrzeugdaten offen.
Reduziertes Innenraumkonzept mit viel Beinfreiheit
Erste Einblicke gewährt Range Rover bereits in den Innenraum des GT. Das Bedienkonzept setzt auf einen zentralen Bildschirm sowie ein separates Fahrerdisplay. Die Lüftungsdüsen sind größtenteils in das Armaturenbrett integriert, ebenso Teile des Audiosystems. Textile Materialien prägen unter anderem die Instrumententafel. Für die zweite Sitzreihe verspricht der Hersteller viel Beinfreiheit, konkrete Maße nennt Range Rover dazu allerdings noch nicht.

Für die Einordnung als elektrischer Langstrecken-GT werden vor allem Batteriegröße, Verbrauch, Reichweite und DC-Ladeleistung entscheidend sein. Zu diesen zentralen Eckdaten liegen bislang keine Angaben vor. Range Rover kündigt an, weitere Details noch im Laufe dieses Jahres zu veröffentlichen.
Verzögerungen bei JLR-Elektromodellen
Der Range Rover GT erscheint in einer Phase, in der JLR mehrere neue Elektromodelle vorbereitet, deren Marktstart teilweise später erfolgt als ursprünglich geplant. Neben dem GT betrifft dies unter anderem den Range Rover Electric sowie die geplanten elektrischen Varianten von Range Rover Sport und Velar. Bereits 2025 wurde bekannt, dass JLR einzelne Markteinführungen verschoben hat. Als Gründe nannte der Konzern unter anderem zusätzliche Erprobungen und veränderte Marktbedingungen.

JLR positioniert sich bei künftigen Antriebskonzepten bewusst flexibel. Auch der Range Rover GT startet zwar zunächst ausschließlich als batterie-elektrisches Fahrzeug, die EMA-Architektur ermöglicht laut Hersteller jedoch eine spätere Vollhybrid-Variante. Wie sich die Elektrostrategie von JLR insgesamt entwickelt, dürfte damit nicht allein von den angekündigten Modellen abhängen, sondern auch vom tatsächlichen Marktstart und der Nachfrage nach den unterschiedlichen Antriebsvarianten.


Add a Comment