Im Testzeitraum von 14 Tagen fallen uns an einem Auto nicht nur viele Kleinigkeiten auf. Das Test-Tagebuch liefert einen Überblick. Der Kandidat: Leapmotor B10 ProMax.
20.08.2026: Mit dem Leapmotor B10 stellt sich dieser Tage ein weiterer Herausforderer aus Fernost in der Redaktion vor. Die chinesische Marke ist ja mittlerweile hierzulande nicht mehr unbekannt und hat bereits fünf Modelle im Angebot, wobei zwei – der B10 und der C10 – sowohl als BEV als auch mit Reichweitenverlängerer (REEV) angeboten werden. Den Kleinstwagen T03 haben wir im vergangenen Jahr unter die Lupe genommen.
Und Leapmotor ist in Deutschland erfolgreich. Immerhin hat die Marke im ersten Halbjahr rund 8.400 Autos verkauft, allein im Juni 2.662. Ein Grund dafür mag die enge Anbindung an das Stellantis-Händlernetz sein, über das man die Autos vertreibt.

Der B10 ist mit einer Länge von 4,51 Metern der Kompaktklasse zuzurechnen, wobei die SUV-Karosserieform recht wuchtig daherkommt. Ausgerüstet ist er mit einem 160 kW starken E-Motor mit 240 Newtonmeter Drehmoment und im Falle der Version ProMax mit einem Akku von 67 kWh. Der Verbrauch soll laut WLTP bei 17,3 kWh je 100 Kilometer liegen. Die Reichweite benennt Leapmotor mit 434 Kilometer. Die Basisversion des B10 (Pro) verfügt über einen 56 kWh großen Akku.
Leapmotor B10: 160 kW, zwei Akkugrößen

Doch genug der Datenflut, werfen wir einen ersten Blick auf den Kandidaten. Dem gefälligen Äußeren steht der Innenraum in nichts nach. Die Materialien machen einen wertigen Eindruck, Hartplastik kommt nur dort zum Einsatz, wo man es nicht berührt. Die Raumverhältnisse sind sehr großzügig; vor allem im Fond können die Passagiere ihre Beine ausstrecken.
Der Fahrer blickt auf eine extrem aufgeräumte Umgebung. Alles wirkt clean und durchdesignt, Tasten und Schalter sind Mangelware. Allein die Fensterheber lassen sich ohne Blick auf den Monitor bedienen, zudem gibt es zwei Schaltstöcke hinter dem Lenkrad: rechts für Getriebe und Tempomat, links für Blinker und Wischer. Alles andere wird über den 14,6 Zoll großen zentralen Monitor gesteuert. In die Bedienung werden wir uns die nächsten Tage einarbeiten.
Eines ist uns aber schon beim ersten Kontakt mit dem B10 aufgefallen: Geöffnet und gestartet wird er per RFID-Karte, die an eine dezent markierte Stelle am Außenspiegel gehalten und danach im Auto auf die Mittelkonsole platziert wird. Dann kann man den Gang einlegen und losfahren. Das bedeutet, dass man stets die Karte zur Hand nehmen muss, wenn man losfahren möchte. Zwar kann man auch das Handy entsprechend programmieren, zum Starten braucht es aber immer noch die Karte.


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