BMW Motorrad beteiligt sich an einem Start-up für elektrische Offroad-Maschinen. Kommt bald ein neues E-Motorrad?
BMW Motorrad richtet seinen Blick wieder stärker auf die elektrische Antriebszukunft. Nachdem die Münchner ihre Ambitionen bei E-Motorrädern vor einigen Jahren auf Eis gelegt hatten, deutet sich nun eine vorsichtige Kehrtwende an. Mit einer Investition in das Start-up Venna will sich BMW Zugang zum Markt für leistungsstarke elektrische Offroad-Motorräder sichern.
Einst gehörte BMW Motorrad zu den Vorreitern der E-Mobilität auf zwei Rädern. 2014 brachten die Münchner mit dem C evolution einen leistungsstarken Elektroroller auf den Markt. Es folgten der futuristische CE 04 und der kompakte CE 02. Parallel beschäftigte sich BMW mit elektrisch angetriebenen Motorrädern. Einen Ausblick auf ein mögliches Serienmodell gab die 2019 vorgestellte Studie Vision DC Roadster. Zu einer Serienversion kam es allerdings nie. Stattdessen rückte BMW von einer schnellen Elektrifizierung seines Motorradprogramms ab und hält weiterhin dem Verbrennungsmotor die Treue.
BMW eröffnet sich eine neue Perspektive
Nun öffnet sich offenbar eine neue Perspektive abseits befestigter Straßen. Venna hat sich auf die Entwicklung elektrischer Geländemotorräder spezialisiert. Hinter Venna steckt allerdings kein völlig neues Unternehmen. Das Start-up ging aus dem slowenischen Elektromotorradentwickler Flux Performance hervor, der bereits 2022 mit dem 85 PS starken Elektro-Crosser Primo für Aufsehen sorgte. Die angekündigte Serienproduktion ließ auf sich warten. Inzwischen wurde das Projekt unter dem Namen Venna neu aufgestellt und der Firmensitz von Slowenien nach Los Angeles verlegt. Zum Führungsteam gehören unter anderem ehemalige Manager der Elektromotorradhersteller Alta Motors und Stark Future. Ein erstes Motorrad der neuen Generation soll im Januar 2027 vorgestellt werden.
BMW und Venna wollen künftig in ausgewählten Entwicklungsbereichen zusammenarbeiten. Venna soll unabhängig bleiben, zugleich aber von der Entwicklungs- und Industrialisierungskompetenz sowie dem internationalen Netzwerk des Münchner Motorradherstellers profitieren. Wie viel Geld BMW investiert und wie groß die Beteiligung ausfällt, wurde nicht mitgeteilt. Auch zu konkreten gemeinsamen Produkten gibt es bislang keine Angaben. SP-X/Titelfoto: KI-generiert


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