Ladenetz

Öffentliches Ladenetz: Im Gleichschritt

Die Zahl der öffentlichen Ladepunkte in Deutschland legt kräftig zu – vor allem das Ladenetz der Schnelllader. Der E-Auto-Bestand aber auch.

Das Netz an öffentlichen E-Auto-Ladepunkten in Deutschland wächst im Gleichschritt mit der Fahrzeugflotte. Laut einer Auswertung des Verbands der Automobilindustrie (VDA) kommen im bundesweiten Durchschnitt aktuell 17 Elektroautos auf einen öffentlichen Ladepunkt. Ein Jahr zuvor waren es 16,7. Betrachtet man allein die Schnelllader, wächst das Ladenetz jedoch schneller als der Bestand: Auf einen DC-Ladepunkt kamen statistisch 65 E-Autos, nach 71 im Vorjahr.

Insgesamt zählte die Bundesnetzagentur zum Stichtag rund 211.000 öffentliche Ladepunkte, knapp 39.000 mehr als ein Jahr zuvor. Besonders stark wuchs das Schnellladenetz, das um rund 14.200 auf 55.000 Ladepunkte zulegte. Gleichzeitig stieg der Bestand an reinen Elektroautos und Plug-in-Hybriden um rund 715.000 auf knapp 3,6 Millionen Fahrzeuge.

Ladenetz: 39.000 Ladepunkte mehr in einem Jahr

Regional bestehen allerdings weiterhin große Unterschiede bei der Abdeckung. In rund 30 Prozent der Gemeinden mit mindestens 500 Einwohnern gibt es laut VDA keinen öffentlichen Ladepunkt, in 61 Prozent fehlt eine Schnelllademöglichkeit. Allerdings sind Bewohner ländlicher Gebiete weniger stark auf öffentliche Infrastruktur angewiesen als Stadtbewohner, die oft nicht über einen eigenen Stellplatz mit Stromanschluss verfügen.

Das günstigste Verhältnis zwischen E-Autos und Ladepunkten unter den Zulassungsbezirken bietet erneut Heilbronn mit 5,7 Fahrzeugen je Ladepunkt. Es folgen Emden und der Landkreis Vorpommern-Rügen mit jeweils 6,4 Fahrzeugen. Unter den Bundesländern weist Mecklenburg-Vorpommern mit 11,5 E-Autos je Ladepunkt das günstigste Verhältnis auf. Generell ist der Elektroautobestand in den ostdeutschen Ländern vergleichsweise gering.

VDA-Präsidentin Hildegard Müller forderte angesichts regionaler Versorgungslücken einen schnelleren Ausbau der Infrastruktur. Insbesondere das geplante Deutschlandnetz mit mehr als 1.000 Schnellladestandorten müsse zügig fertiggestellt werden. Zudem seien schnellere Genehmigungsverfahren und ein Ausbau der Stromnetze notwendig. SP-X/Titelfoto: Fraport

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