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Continental zeigt Innovationen auf der CES 2020

Continental hat auf der CES 2020 in Las Vegas viel vor. Der Hersteller möchte gleich mehrere Neuheiten präsentieren, die den Markt revolutionieren könnten.

Auf mehreren Säulen möchte Continental die diesjährige Präsentation auf der CES 2020 in Las Vegas aufbauen. Software, High Performance Computing, Sicherheit, Nutzererlebnis und Vernetzung. Chief Technology Officer Dr. Dirk Abendroth bezeichnet diese Begriffe als Kernkompetenzen von Continental. Mit den neuesten Produkten, die die Firma entwickelt wolle man den „Wow-Faktor“ in die Mobilität bringen. Und das könnte durchaus gelingen, denn Continental hat sich einige Innovationen ausgedacht:

 

Die transparente Motorhaube

Die Funktion der „transparenten Motorhaube“ ist die erste, die weltweit auf den Markt kommt. Sie zeigt dem Fahrer den Bereich unter der Motorhaube und gibt ihm die Möglichkeit das Gelände und Hindernisse zu sehen, die sonst nicht einsehbar wären. Die Funktion basiert auf dem Surround View-System von Continental, das aus vier Satellitenkameras und einem Steuergerät besteht. Ein intelligenter Bildverarbeitungsalgorithmus rekonstruiert das Bild unterhalb des Fahrzeuges und fügt dieses Bild exakt in die Rundumsicht ein, die dem Fahrer angezeigt wird. Continental wurde für diese Technologie mit dem CES 2020 Innovation Award in der Produktkategorie „Vehicle Intelligence and Transportation“ ausgezeichnet.

 

Sicherer schlüsselloser Fahrzeugzugang

Ultra-Breitband-Technologie (UWB) soll den schlüssellosen Fahrzeugzugang sicherer machen, indem es den unberechtigten Zugang durch Relais-Attacken verhindert. Bei dieser Diebstahlstrategie wird das niederfrequente Funkschlüsselsignal funktechnisch verlängert, um dem Fahrzeug die räumliche Nähe des Fahrers vorzutäuschen. Mittels UWB-Kommunikation wird der Standort des Fahrers jedoch nahezu auf den Zentimeter genau geortet und diese Information für die Steuerung des Zugangs genutzt.

 

3D-Touch-Cockpit

Continental demonstriert die nächste Generation des Natural 3D Displays und bringt die Technologie erstmals als zentrales Element der Mensch-Maschine-Interaktion in die Mitte des Cockpits. Zum ersten Mal erlaubt das Natural 3D Centerstack Display Fahrern und Passagieren zudem die Bedienung per Touch-Funktion. Die 2019 vorgestellte 3D-Lightfield-Technologie ermöglicht allen Passagieren im Fahrzeug ein 3D-Erlebnis ohne Spezialbrille oder Head-Tracker-Kamera. Dreidimensionale Hervorhebungen, Akzentuierungen und komplexe Lichteffekte übermitteln Informationen komfortabel und sicher. Nun integriert Continental die Technologie mit Partner Leia auch im Mittelkonsolen-Display und erstmals in 4K-Auflösung. Zudem ist das weiterentwickelte Display durch Berührung bedienbar und gibt haptisches Feedback, was Komfort und Bediensicherheit weiter erhöht.

 

Cooperation Portal

Die Bedeutung von Software für Fahrzeuge steigt rasant. Diese Entwicklung stellt Automobilhersteller häufig vor Herausforderungen, die den explosionsartig wachsenden Anteil an Software in zukünftige Fahrzeuggenerationen integrieren müssen. Um diesen Aufwand deutlich zu reduzieren und die Qualität der zu integrierenden Software zu erhöhen, hat Continental eine Online-Plattform entwickelt, die die Software-Entwicklung und -Integration ins Fahrzeug automatisiert und standardisiert. Das Continental Cooperation Portal automatisiert das Ping-Pong-Spiel aus Software-Lieferung, Test und Validierung sowie dem Zurückspielen bei Fehlern für alle Software-Zulieferer, sodass nur fehlerfreie Anwendungen in das eigentliche Entwicklungssystem übernommen werden. Bis dahin reduziert die Plattform den Bedarf an Korrekturschleifen und gibt die Kapazität frei für die Umsetzung weiterer Steuergerätefunktionen. Gleichzeitig schafft Continental als Systemintegrator die Voraussetzung zur Entwicklung digital vernetzter Fahrzeuge, deren Elektronikarchitektur auf High-Performance Computer (HPC) fokussiert und die Bedeutung klassischer Steuergeräte und Sensoren sinken lässt.

 

Cyber-Security-Center

Mit Vernetzung geht eine große Verantwortung für die gesamte Automobilbranche einher. Deshalb haben sich die Spezialisten des Continental-Tochterunternehmens Argus Cyber Security mit den Experten von T-Systems zusammengetan, um auf der CES 2020 ihr erstes Automotive Security Operations Center (SOC) vorzustellen. In diesem Automotive SOC sollen Fahrzeughersteller und Flottenbetreiber die IT-Sicherheit ihrer Fahrzeuge auf der Straße kontinuierlich überwachen, Angriffe erkennen und reagieren können.

 

Sensor erkennt Kratzer

Das neue Contact Sensor System (CoSSy) erkennt Berührungen, die sich bei Schrittgeschwindigkeit zwischen einem Fahrzeug und einer Person oder einem Objekt ereignen. CoSSy trägt dazu bei, Anwendungen wie das automatisierte Parken sicherer zu machen. Anhand der Aufnahme von Schallsignalen durch CoSSy lässt sich ein Anprall mit niedriger Geschwindigkeit erkennen, sodass das Fahrzeug sofort angehalten werden kann. Einmal installiert, können die CoSSy-Sensorsignale viele weitere Anwendungen unterstützen, so etwa die Erkennung von Vandalismus (Verkratzen), langsame Parkrempler, die Erkennung des Straßenzustands, eine Fahrererkennung anhand der Stimme oder die Erkennung sich nähernder Einsatzfahrzeuge.

 

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