Mit einer neuen „Midsize“-Plattform will Lucid günstigere Elektroautos bauen. Drei neue Modelle soll es geben.
Der US-Elektroautohersteller Lucid Motors will sein Modellportfolio deutlich nach unten erweitern. Auf einem Investorentag stellte das Unternehmen eine neue „Midsize“-Plattform vor.
Die neue Architektur ist für Fahrzeuge im Premium-Volumensegment ausgelegt. Modelle auf dieser Basis sollen preislich unterhalb der 50.000-Dollar-Marke starten, umgerechnet rund 44.000 Euro. Geplant sind zunächst zwei Fahrzeuge: das SUV Cosmos sowie das ebenfalls als SUV positionierte Earth. Ihre Präsentation wird für Ende 2026 beziehungsweise Anfang 2027 erwartet. In den Markt dürften sie anschließend als Modelljahr 2028 starten. Zudem hat Lucid ein drittes Fahrzeug auf derselben Plattform angekündigt.
Höhere Stückzahlen

Mit der neuen Baureihe will Lucid deutlich höhere Stückzahlen erreichen und damit den Weg zur Profitabilität beschleunigen. Neben Skaleneffekten in Produktion und Einkauf setzt der Hersteller auch auf zusätzliche Einnahmen aus Software, Mobilitätsdiensten und Technologiepartnerschaften.
Eine wichtige Rolle könnte dabei eine Kooperation mit dem Fahrdienstvermittler Uber spielen. Beide Unternehmen verhandeln über den Einsatz von Fahrzeugen der neuen Plattform in autonomen Ride-Hailing-Flotten. Als Ausblick präsentierte Lucid auf dem Investorentag zudem das Robotaxi-Konzept Lunar, ein zweisitziges autonomes Fahrzeug auf Basis der Midsize-Architektur.
Technisch setzt Lucid auf einen neuen Elektroantrieb namens Atlas. Die Antriebseinheit soll kleiner, leichter und günstiger zu produzieren sein, zugleich aber besonders effizient arbeiten. Dadurch könnten Fahrzeuge mit kleineren und damit kostengünstigeren Batterien auskommen. Aktuell bietet Lucid mit Air und Gravity zwei Baureihen der Oberklasse auch in Deutschland an. Die Limousine Air startet derzeit bei rund 86.000 Euro, das SUV Gravity bei rund 100.000 Euro. Mario Hommen/SP-X


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