Ladepreise

Ladepreise: Mit Rabattaktionen Geld sparen

Viele E-Mobilisten achten auf die Ladepreise beim Laden. Wer aufmerksam ist, kann bei Rabattaktionen viel Geld sparen.

Für Fahrer von Elektroautos ist der Ladepreis das wichtigste Kriterium bei der Wahl einer öffentlichen Ladesäule. Das zeigt ein Whitepaper des Datenanbieters Elvah und des Marktforschers Uscale. Erst danach folgen Ladeleistung und Verfügbarkeit sowie Standortattraktivität, Sicherheit oder Aufenthaltsqualität.

Besonders wichtig ist der Preis bei Langstreckenfahrten: An Autobahnen spielt er laut Studie eine zentrale Rolle, während er in der Stadt etwas geringer ausfällt – unter anderem, weil dort jede verfügbare Säule zählt. Gleichzeitig wird Laden im Einzelhandel als komfortabler und attraktiver bewertet als Laden an zentralen Hubs oder am Straßenrand. Das zeigt sich auch in Nutzerzahlen: Standorte an Supermärkten in den zehn größten deutschen Städten registrierten im dritten Quartal 2025 rund 66 Prozent mehr Ladevorgänge als urbane Standorte ohne Supermarktnähe.

Mit wachsender Marktreife verändert sich zudem das Ladeverhalten. Fahrer nutzen der Studie zufolge zunehmend Navigationssysteme zur Ladeplanung, zusätzlich gewinnen Preisvergleichs-Apps an Bedeutung. Rabattaktionen werden dabei immer beliebter: Zwei Drittel der E-Autofahrer kennen entsprechende Angebote an der Ladesäule, etwa die Hälfte nutzt sie aktiv.

Das Ladeverhalten verändert sich

Wie stark Preisaktionen die Nutzung beeinflussen können, zeigen drei von Elvah ausgewertete Rabattaktionen aus dem Zeitraum August bis Oktober 2025. Vattenfall senkte an über 150 eigenen DC-Ladepunkten an Netto-Standorten für zwei Wochen den Preis auf 0,35 Euro pro Kilowattstunde – ohne Registrierung oder Vertrag – und verzeichnete in diesem Zeitraum ein Plus von 42 Prozent bei der Zahl der Ladevorgänge. Teag Mobil reduzierte über die eigene App im Rahmen der Aktion „39 für 39“ an 39 HPC-Standorten den Preis auf 0,39 Euro pro Kilowattstunde. Im Schnitt stieg die Zahl der Ladevorgänge um 39,8 Prozent.  Bei den Audi Charging Hubs führte ein Aktionspreis von 0,19 Euro pro Kilowattstunde, ebenfalls ohne Vertrag oder App, im Mittel zu plus 105 Prozent Lade-Sessions.

Wer unterwegs Geld sparen will, kommt an aktivem Preisvergleich kaum mehr vorbei – am besten schon bei der Routenplanung per Navi und ergänzend über Preisvergleichs-Apps.  Außerdem lohnt es sich, zeitlich begrenzte Rabattaktionen im Blick zu behalten, weil sie die Kosten deutlich drücken können und teils ohne Vertragsbindung funktionieren. Für Alltagsladen bieten sich zunehmend Standorte im Einzelhandel an, weil sie gut erreichbar sind und Ladepausen mit Einkäufen kombinieren lassen. Holger Holzer/SP-X/Titelfoto: Aldi Süd

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