Diesotto Mazda3

Mazda3 und CX30: „Diesotto“ überarbeitet

Mazda hat den stärksten Motor für den CX30 und den 3er, den „Diesotto“, überarbeitet. Zudem gibt´s ein „e“ im Namen.

Der Diesotto hat bei Mazdas Kompaktmodellen dem Diesel schon lange den Rang abgelaufen. Der zwei Liter große Vierzylinder mit dem „X“ im Namen mischt Diesel- und Benziner-Arbeitsweise und soll so das Beste aus beiden Welten vereinen, vor allem den geringen Verbrauch des einen mit dem vergleichsweise unproblematischen Abgasverhalten sowie der besseren Laufkultur des anderen. Nun haben de Japaner den Motor noch ein wenig optimiert und ihm ein „e“ verpasst.

24-Volt-Mild-Hybridsystem

Diesotto Mazda3

Der Diesotto in Mazda CX30 und 3 erhält ein Update. Fotos: Mazda

Das „e“ im Namen, das ja auf eine Elektrifizierung hindeutet, hätte sich der Motor schon bisher verdient gehabt. Schließlich gab es schon vorher eine elektrische Unterstützung durch den Riemenstarter des 24-Volt-Mildhybridsystems. Doch im Zuge der Modellpflege haben die Techniker nicht nur Buchstaben vergeben, sondern auch eine Vielzahl von Optimierungen vorgenommen. Brennverfahren, Verdichtungsverhältnis, Nockenwelle, Kolben und Steuerzeiten der Einlassventile wurden so verändert, dass laut Mazda eine noch bessere Leistungsentfaltung vor allem in mittleren und höheren Drehzahlen erfolgt.

Das zeigt sich in erster Linie bei Überholvorgängen auf der Landstraße oder Autobahn. Mazda3 und ebenso CX30 hängen sehr gut am Gas. Von einem Turboloch ist nicht das Geringste zu spüren, obwohl ein mechanischer Lader an Bord ist. Der aber arbeitet lediglich bei hoher Last, drückt dann Luft in den Brennraum. Das Zusammenspiel mit dem Riemenstarter-Generator ist aber so perfekt abgestimmt, dass der Einsatz des Laders unbemerkt erfolgt.

Verbräuche sinken leicht

Diesotto Mazda3

Im Innenraum des Mazda3 hat sich nichts verändert.

Während die Leistung des e-Skyactiv X Hybrid, so die nun vollständige Bezeichnung, um sechs auf 186 PS, das Drehmoment um 16 auf 240 Newtonmeter zugelegt hat, konnte der Verbrauch laut Prüfstandsmessung im Mazda3 um 0,5 auf 5,3 Liter (5,6 Liter im CX30) für 100 Kilometer, der CO2-Ausstoß um zehn auf 123 Gramm pro Kilometer (127 Gramm im CX30) reduziert werden. Wir waren mit beiden Modellvarianten des kompakten Mazda unterwegs, waren aber vom Normverbrauch doch jeweils deutlich entfernt. 6,9 Liter im Mazda3 und 7,5 Liter im CX30 sind bei einer Tour mit überwiegendem Stadtanteil sowie kurzen, aber sehr zügig absolvierten Landstraßen- und Autobahnabschnitten aber durchaus akzeptabel.

Dieselmotor gestrichen

Diesotto Mazda3

Der Motor, der beide Welten verbindet: der Diesotto.

Zudem haben die Eingriffe die schon zuvor gelobte Laufruhe verbessert und die geringen Arbeitsgeräusche des Vierzylinders noch einmal leicht verringert. Das alles bestätigt letztlich die Einordnung der Mazda-Verantwortlichen, die dem e-Skyactiv X bescheinigen, das Beste aus den Welten der Diesel- und Benzinmotoren zu vereinigen. Das Triebwerk ist schließlich auch der erste Serien-Benzinmotor mit Kompressor-Aufladung und hoher Verdichtung, der die Verbrennung wie ein Dieseltriebwerk mittels Kompressionszündung einleitet. Nicht wirklich verwunderlich deshalb, dass Mazda für beide Modelle das ohnehin kaum noch wahrgenommene Dieselangebot (vier Prozent der Verkäufe waren zuletzt noch Selbstzünder) gestrichen hat. Im CX5 und auch beim neuen Mazda6 wird es jedoch weiterhin Dieselmotoren im Programm geben.

Ab 26.490 Euro

Serienmäßig wird die Kraft der Maschine in den beiden Kompaktmodellen über eine Sechsgang-Schaltung auf die Vorderräder gebracht. Mit diesem Motor kostet der viertürige Mazda3 ab 26.490 Euro. Wer sich für eine Allradvariante entscheidet, muss mit mindestens 33.400 Euro rechnen. Die Fastback-Version mit zwei Türen kostet mit Frontantrieb ab 26.990 Euro. Der CX30 startet bei 27.290 Euro, das Allradmodell bei 31.490 Euro. Eine Sechsstufenautomatik gibt es bei allen Modellen für jeweils für 2.000 Euro Aufpreis, sowohl in Verbindung mit Allrad- als auch mit Frontantrieb.

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