Mercedes legt den GLA neu auf. Foto: Mercedes

Mercedes GLA neu aufgelegt

Mercedes erweitert seine neu aufgelegte Kompaktklasse um ein viertes Modell, den GLA.

Mercedes bringt sein meistverkauftes Kompaktmodell GLA in neuer Generation. Zunächst elektrisch, später auch als Benziner. Bestellbar ist der Nachfolger ab sofort, beim Händler steht er zum Jahresende. Wie schon CLA-Limousine, CLA Shooting Brake und GLB basiert auch der GLA auf der neuen 800-Volt-Plattform MMA und folgt der „Electric-First“-Strategie: Zunächst gibt es nur die Elektroversion, ein Mildhybrid-Benziner folgt je nach Nachfrage im Frühjahr 2027. Ein Diesel ist nicht mehr vorgesehen. Die Preise starten bei 48.600 Euro.

Der neue GLA wuchs gegenüber dem Vorgänger um 15 Zentimeter auf 4,57 Meter und überragt damit die Hauptkonkurrenten BMW iX1 und Mini Countryman leicht. Auffälligstes äußeres Merkmal ist die markante Front mit dem „ikonischen“ Kühlergrill, der bereits GLC, C-Klasse und VLE ziert. Niedrigere Silhouette, längerer Radstand und kürzere Überhänge lassen den GLA sportlicher wirken. Der Innenraum profitiert von vier Zentimeter mehr Beinfreiheit hinten, der Kofferraum wächst um 70 auf 410 Liter und lässt sich auf bis zu 1.400 Liter erweitern. Hinzu kommt ein 107 Liter großer Frunk unter der Fronthaube.

Allrader ist Topmodell

Anders als beim Vorgänger, dessen Elektroversion noch EQA hieß, trägt der neue Stromer schlicht die Bezeichnung GLA. Das Basismodell GLA 200 fährt mit einem 165-kW/224-PS-Elektromotor an der Hinterachse und einem 58-kWh-LFP-Akku, der 457 Kilometer WLTP-Reichweite ermöglichen soll. Der GLA 250+ leistet 200 kW/272 PS und kommt mit 85-kWh-Akku auf bis zu 657 Kilometer. Topmodell ist der allradgetriebene GLA 350 4Matic mit zwei Elektromotoren und 260 kW/354 PS Gesamtleistung, ebenfalls mit dem großen Akku. Eine mittlere Batteriegröße mit 71 kWh soll Anfang 2027 folgen.

Im Cockpit dominiert ein Superscreen, der sich über die gesamte Breite des Armaturenträgers erstreckt und aus bis zu drei nahtlos ineinander übergehenden Bildschirmen besteht. Dahinter steckt das intern entwickelte Betriebssystem MB.OS, das Infotainment, automatisiertes Fahren, Komfort und Laden abdeckt. Der KI-gestützte MBUX Virtual Assistant erlaubt laut Mercedes deutlich natürlichere Dialoge und nutzt dafür ChatGPT, Microsoft Bing und Google Gemini. Neu ist zudem die Möglichkeit, per Apple AirPlay Videos vom iPad auf das Fahrzeugdisplay zu übertragen.

Die Kompaktbaureihe ist mit dem GLA noch nicht komplett: Nach Kritik von Kunden und Händlern lässt Mercedes die eigentlich schon abgeschriebene A-Klasse als fünftes Modell weiterleben. Sie soll voraussichtlich 2028 auf den Markt kommen.  Michael Specht/SP-X

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