Aito

Neue Marke: Aito startet 2027 in Europa

Mit Premium lässt sich im Autobau besonders viel Geld verdienen. Das weiß man auch in China, wo immer mehr Luxusmarken entstehen.

Der noch junge chinesische Hersteller Aito will im Herbst 2027 auf dem europäischen Markt starten. Die vom Seres-Konzern gegründete Marke unterstreicht ihre Ambitionen mit einem selbstbewussten Auftritt auf dem Pariser Autosalon (bis 18. Oktober), wo sie vier Modelle präsentiert. Neben dem Flaggschiff Aito 9 sind auch die SUV-Modelle 8, 7 und 6 zu sehen.

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Nette Geste: Der Aito 9 begrüßt die Gäste in Paris in Französisch. Fotos: SP-X/Mario Hommen

Der Messeauftritt verdeutlicht, dass sich Aito für Europa ins Zeug legen will. Der Stand ist großzügig dimensioniert und auffällig inszeniert. Ein besonderer Blickfang ist das mit 5,30 Meter mächtige und bis zu 900 PS starke Oberklasse-SUV Aito 9, das mit Zweifarblackierung, reichlich Chromschmuck und feschen Lichtspielereien auf sich aufmerksam macht. So verfügen die Scheinwerfer über eine Art Displayfunktion mit zahlreichen einzeln ansteuerbaren LED-Lichtpunkten, die passend zur Paris-Premiere den Schriftzug „Bonjour“ zeigen. Ähnlich verspielt geht es am Heck zu, wo animierte Quallen durch die Rückleuchten zu schwimmen scheinen.

Aito: Fesche Lichtspielereien

Die Inszenierung passt zum Luxusverständnis der Marke, die gehobenen Komfort und hochwertige Materialien mit digitalen Technologien und intelligenten Assistenzsystemen verbinden will. Technische Grundlage der Fahrzeuge ist die sogenannte Seres-MF-Plattform, die im Kern auf elektrische Antriebe setzt, die sich mit Range-Extender-Verbrennern kombinieren lassen.

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In der Version Max und Ultra kostet der Aito 6 in China zwischen 42.000 und 44.000 Euro. Der Antrieb kommt auf fast 470 PS.

Welche Modelle mit welchen Antrieben nach Europa kommen, wird noch nicht verraten. Derzeit bereitet Aito seine Fahrzeuge auf die hiesigen Anforderungen vor. Neben europäischen Zulassungsvorschriften will man auch Straßenverhältnisse, Fahrgewohnheiten und Kundenwünsche berücksichtigen. Bei der Sicherheit strebt der Hersteller fünf Sterne im Euro-NCAP-Crashtest nach dem Standard von 2026 an. Assistenzsysteme sollen speziell auf europäische Verkehrsbedingungen abgestimmt werden.

Parallel arbeitet Aito am Aufbau einer europäischen Serviceorganisation. Geplant sind unter anderem eine lokale Ersatzteilversorgung, digitale Fahrzeugdiagnose und eigene Kundendienst. In China hat sich Aito als Anbieter hochpreisiger SUV etabliert. Nach Unternehmensangaben wurden mehr als 1,2 Millionen Fahrzeuge verkauft. SP-X

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