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Porsche Taycan: Weiter und bunter

Porsche vergrößert bei der Taycan-Baureihe mit dem kommenden Modelljahr die Reichweite. Und bunter wird´s auch.

Kevin Giek, seit April neuer Leiter der Taycan-Baureihe bei Porsche, kann schon wenige Monate nach Amtseintritt einen größeren Aktionsradius für die Elektromodelle verkünden. Zwar wird es für Taycan und Taycan Cross Tourismo keine neuen WLTP-Werte geben, da die Fahrzeuge nicht erneut homologiert werden. Doch, so Giek, im Alltag werden die Kunden spüren, dass sie weiter kommen ohne nachzuladen.

Porsche Taycan

Porsche bietet für die Taycan-Baureihe bald viele neue Farben an – auch recht schrille. Fotos: Porsche

Porsche hat dafür aber keineswegs die Kapazität der Akkus erhöht. Stattdessen sind es technische Eingriffe, mit denen ein Plus an Reichweite erzielt werden konnte. „In den Fahrmodi „Normal“ und „Range“ wird jetzt bei den Allradlern – dieser Antrieb ist jetzt auch in der Basisversion zu haben – im Teillastbereich der vordere Elektromotor nahezu komplett abgekoppelt und stromlos geschaltet. Beim Segeln und im Stillstand liegt an beiden Achsen kein Antriebsmoment an. Dieser elektrische Freilauf verringert die Schleppverluste. Erst wenn der Fahrer mehr Leistung anfordert oder das Fahrprogramm wechselt, werden binnen Millisekunden die Motoren wieder zugeschaltet“, so die Erklärung der Entwickler.

Verbessertes Thermomanagement

Auch das Thermomanagement und die Ladefunktionen wurden weiter verbessert. So lässt sich die Hochvolt-Batterie nun auf eine etwas höhere Temperatur als bisher vorheizen. Dadurch kann sie früher und bei einem höheren Ladezustand schnellgeladen werden. Zudem wird die Abwärme der Elektrokomponenten noch stärker für die Temperierung der Batterie genutzt.

Offizielle Angaben, was die technischen Maßnahmen unterm Strich an Reichweite bringen, dazu hält sich Porsche eher bedeckt. Klar, sonst müssten vermutlich sämtliche Modelle des Taycan und des erst im Frühjahr eingeführten Cross Turismo neu zur Homologierung vorgeführt werden. Ein ziemlicher Aufwand, zudem mit jede Menge Kosten verbunden. Und das soll, so kurz nach dem Start des Taycan, verständlicherweise vermieden werden.

Kompatibel mit Android

Porsche Taycan

Die Reichweite vergrößert sich dank einiger Maßnahmen.

Vermieden werden kann in Zukunft zudem, dass Kunden, die Smartphones mit dem Betriebssystem Android nutzen, vergrault werden. Denn Android Auto ist nun in das Infotainmentsystem der Autos eingebunden. Zur Aufwertung im Modelljahr 2022 zählen zudem noch eine Reihe von Optionen, die es bislang noch nicht gab. So bietet Porsche nun einen Remote Park Assist an. Mit dem lässt sich der Wagen Ein- und Ausparken, ohne im Auto zu sitzen. Die Fahrmanöver sind per Smartphone von außen zu aktivieren. Die automatische Steuerung ist in Längs- und Querparklücken sowie Garagen möglich. Das System erkennt Parklücken automatisch und vermisst sie mit Hilfe der Ultraschallsensoren und der Kamerasysteme. Reicht der Platz aus, kann der Fahrer den Parkvorgang über die Porsche Connect App starten und anschließend aussteigen. Er überwacht den Parkvorgang ständig, indem er eine entsprechende Taste auf der App-Oberfläche des Smartphones gedrückt hält. Die Aktive Einparkunterstützung übernimmt selbstständig das Lenken sowie die Vorwärts- und Rückwärtsfahrt des Fahrzeuges. Wird die Taste losgelassen, stoppt der Taycan das Parkmanöver umgehend.

Jetzt wird´s bunter

Wer es bei seinem E-Sportler bunt oder trotz technischer Veränderung historisch mag, der kann sich zukünftig aus einer extrem breiten Farbpalette bedienen. Außer den 17 Serienlacken bietet die Porsche Exclusive Manufaktur die Farbe nach Wahl an. 63 unterschiedliche Lackierungen stehen zur Verfügung. Dabei greift die Manufaktur vor allem auch auf die (bunten) Farben zurück, die in den 90er Jahren für einen gewissen Kultstatus sorgten. Dazu zählten Lacktöne wie Moonlightbluemetallic, Acidgrün, Sternrubin, Rivierablau oder Violametallic.

Sicherlich musste Porsche nicht unbedingt in den Farbkasten greifen, um die Verkaufszahlen zu pushen. Mit etwa 20.000 Fahrzeugauslieferungen liegt er nach dem ersten Halbjahr nur knapp unter dem Gesamtjahresniveau von 2020.

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