Subaru Outback

Subaru elektrifiziert den Outback

Mit dem Outback elektrifiziert Subaru nun eines seiner Traditionsmodelle. Die Operation gelingt in fast jeder Hinsicht gut.

Vor 30 Jahren – lange vor der großen SUV-Welle – hat Subaru den Offroad-Kombi erfunden. Nun will die japanische Allradmarke ihr Traditionsmodell Outback in die Zukunft führen: als Crossover mit großem Laderaum und reinem Elektroantrieb ersetzt er den seit 2019 gebauten Vorgänger mit Boxerbenziner. Bestellungen sind ab sofort möglich, die Preise starten bei 52.000 Euro.

Subaru Outback
Preislich startet der Elektro-Offroad-Kombi in der Variante „Trend“ bei 52.000 Euro. Fotos: Subaru

Trotz des technischen Bruchs bleibt der E-Outback beim Design seinem Erbe treu: das voluminöse Heck lässt ihn wie einen klassischen Kombi wirken und grenzt ihn in Sachen Proportionen deutlich vom SUV-Schwestermodell Solterra ab. 633 Liter Gepäck passen hinter die elektrisch öffnende Heckklappe, mit umgelegten Rückenlehnen sind es sogar bis zu 1.718 Liter. Die großen Fensterflächen, die Karosserieplanken aus Kunststoff und der Unterfahrschutz an Front und Heck übernimmt der Neue von seinen Vorgängern. Selbst im Kombi-Segment sind das Spitzenwerte, die teils über dem Niveau des Vorgängers liegen. Bei der Anhängelast muss der Neue sich aber mit 1.500 Kilogramm begnügen und liegt damit um 500 Kilogramm niedriger als zuletzt.

E-Outback: Dual-Motor-System mit 280 kW

Generell zählt die Bedienung zu den Vorzügen des Elektro-Kombis. Subaru vertraut im Cockpit auf ein klassisches Layout mit vielen physischen Tasten an Mittelkonsole und Lenkrad, so dass sich das bei Grafik und Menüführung weiterhin etwas altbacken wirkende Touchdisplay verschmerzen lässt. Immerhin zeigt es auf Knopfdruck verschiedene hilfreiche Kameraperspektiven, die das Rangieren und das Fahren im Gelände einfacher machen. Generell ist der Outback für ein Auto seiner Größe vorbildlich übersichtlich.

Subaru Outback
Der Allrader wühlt sich spielend durch den märkischen Sand im Testgebiet.

Auf der Straße zeigt sich das Dual-Motor-System mit seinen bis zu 280 kW/381 PS sehr souverän, bietet nicht nur auf dem Papier Beschleunigungswerte, die man von der Marke zuletzt nicht annähernd kannte. Auch in leichtem Gelände funktioniert die Technik gut, bietet hohe Traktion auf losem Untergrund und auf unwegsamen Passagen. Der Verbrauch von durchschnittlich 16,6 kWh, den die Japaner offiziell angeben, wirkt zumindest bei milden Herbsttemperaturen nicht unrealistisch. Daraus resultieren je nach Ausstattung und Reifendimension WLTP-Reichweiten zwischen 477 und 526 Kilometern. Geladen wird mit 150 kW am Schnelllader, am Normallader sind 11 kW beziehungsweise ab der zweiten Ausstattungslinie 22 kW drin.

Bis zu 526 Kilometer Reichweite

Preislich startet der Elektro-Offroad-Kombi in der Variante „Trend“ bei 52.000 Euro und ist damit rund 5.000 Euro teurer als der alte Benziner. Wie bei diesem sind Allradantrieb und Automatik Serie, zudem zählen Navigation, Zwei-Zonen-Klimaanlage, die nützliche Panoramakamera und beheizte Kunstledersitze zum Standard. Bereits ab der dritten Linie „Comfort“ (ab 55.000 Euro) ist Luxus wie ein Harman/Kardon-Audiosystem an Bord, die Top-Ausführung „Platinum“ für 57.000 Euro bietet außerdem Echtledersitze und Panorama-Glasdach.

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Der Kofferraum fasst mehr als 1.700 Liter.

Bereits ab der dritten Linie „Comfort“ (ab 55.000 Euro) ist Luxus wie ein Harman/Kardon-Audiosystem an Bord, die Top-Ausführung „Platinum“ für 57.000 Euro bietet außerdem Echtledersitze und Panorama-Glasdach. Verglichen mit dem weitgehend baugleichen Toyota ist der Subaru damit zumindest Ausstattungsbereinigt günstiger. Der Kooperationspartner bietet aber auch ein besonders preiswertes Modell mit Frontantrieb (44.300 Euro), das die Allradmarke Subaru nicht ins Programm nimmt. SP-X

Subaru E-Outback – Technische Daten:

Fünftüriger, fünfsitziger Crossover-Kombi der Mittelklasse; Länge: 4,85 Meter, Breite: 1,86 Meter, Höhe: 1,68 Meter, Radstand: 2,85 Meter, Bodenfreiheit: 21,1 Zentimeter, Kofferraumvolumen: 619 bis 1.718 Liter.

Allradantrieb mit zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse; Leistung je Motor: 167 kW/224 PS, Systemleistung: 280 kW/375 PS, permanenter Allradantrieb, stufenlose Eingang-Automatik, Lithium-Ionen-Batterie: 74,7 kWh, 0–100 km/h: 4,5 s, Vmax: 180 km/h, elektrische Reichweite: bis zu 526 km (WLTP), DC-Ladeleistung: bis 150 kW (10–80% in ca. 30 Minuten), AC-Ladeleistung: 11 kW/22 kW, Preis: ab 52.000 Euro.

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Die Bedienung fällt dank zahlreicher physischer Knöpfe leicht.

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