Tesla verzeichnet in 2025 weltweit einen Rückgang der Auslieferungen von 9,1 Prozent. Dafür gab es mehrere Gründe.
Nach Jahren des Wachstums muss Tesla erneut Einbußen hinnehmen. Der US-Elektroautobauer lieferte im Jahr 2025 nach eigenen Angaben weltweit 1.636.129 Fahrzeuge aus – das entspricht einem Rückgang von 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2024 hatte Tesla noch 1.789.226 Fahrzeuge abgesetzt und damit nur ein leichtes Minus verzeichnet.
Besonders schwach verlief das vierte Quartal 2025: In den letzten drei Monaten wurden weltweit 418.227 Fahrzeuge ausgeliefert – 15,6 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Damit ist die Wachstumsserie des Unternehmens erstmals spürbar ins Stocken geraten.
Als Hauptgründe für den Einbruch sehen Analysten zwei zentrale Faktoren. Zum einen das politische Engagement von CEO Elon Musk: Seine offene Unterstützung der Trump-Regierung und der AfD in Deutschland hat dem Image der Marke erkennbar geschadet. Viele Konsumenten distanzieren sich mittlerweile von Musks öffentlichen Äußerungen.
Zum anderen belastete das Ende der US-Steuergutschrift von 7.500 Dollar für Elektroautos den Absatz. Nach dem Auslaufen im September 2025 war die Nachfrage eingebrochen, nachdem sie zuvor noch für einen kurzzeitigen Rekord im dritten Quartal gesorgt hatte – mit 497.099 ausgelieferten Fahrzeugen allein in diesen drei Monaten.
Model-Portfolio stagniert – Cybertruck enttäuscht
Produktseitig blieb Tesla 2025 ebenfalls hinter den Erwartungen zurück. Der lang erwartete Cybertruck konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen, und außer dem Juniper-Update des Model Y gab es kaum Neuheiten. Trotz des Facelifts blieb das Fahrzeugportfolio weitgehend unverändert, während Konkurrenten aus China und Europa immer stärker drängten. Zudem erschwert die politische Entwicklung in den USA unter der Trump-Regierung die Rahmenbedingungen für Elektromobilität – von Förderkürzungen bis zu regulatorischen Unsicherheiten.
Während Tesla in seinen Kernmärkten schwächelt, gewinnen chinesische Hersteller wie BYD, Nio und Geely weiter an Einfluss. Sie punkten mit wettbewerbsfähigen Preisen und einer breiten Modellpalette. Auch europäische Marken wie Volkswagen, Mercedes-Benz und Stellantis haben ihre elektrischen Flotten stark ausgebaut. Das führt dazu, dass Teslas Vorsprung im globalen Elektroautomarkt weiter schmilzt – sowohl bei Marktanteilen als auch bei der Wahrnehmung als Innovationsführer.
Für Deutschland werden die Zahlen in den nächsten Tagen erwartet; sie dürfte jedoch noch schlechter ausfallen.
2026 wird zum entscheidenden Jahr
Tesla steht vor einem strategischen Wendepunkt. Ohne neue Modelle und unter politischem Druck droht das Unternehmen Marktanteile an etablierte Wettbewerber und chinesische Herausforderer zu verlieren.
Für 2026 muss Tesla sowohl technologisch als auch kommunikativ überzeugen – andernfalls könnte das Unternehmen seine einstige Führungsrolle im weltweiten E-Auto-Markt endgültig einbüßen. Titelfoto: Tesla


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