THG-Quote

THG-Quote: E-Auto-Fahrer verschenken Geld

Über die THG-Quote kann der E-Auto-Fahrer Geld verdienen. Doch vier von zehn verzichten auf die Zahlungen.

Mehr als vier von zehn Haltern eines Elektrofahrzeugs haben im vergangenen Jahr kein Geld aus der THG-Quotenregelung beantragt. Lediglich für 58 Prozent der berechtigten Fahrzeuge stellte das Umweltbundesamt (UBA) eine Bescheinigung aus. Im Vorjahr lag die Teilnahmequote noch bei 64 Prozent, 2022 und 2023 waren es jeweils 75 Prozent. In absoluten Zahlen nahm die Nutzung dennoch zu, weil der Bestand an Elektrofahrzeugen gewachsen ist.

Einen Grund für die sinkende Teilnahmequote an der THG-Quoten-Zahlung nennt das UBA nicht. Eine Rolle dürfte das geringe Prämienniveau im Jahr 2025 gespielt haben. Für das laufende Jahr hat sich der Markt allerdings deutlich erholt: Vermittler bieten derzeit häufig rund 300 Euro je Elektroauto, teilweise auch etwas mehr. Die Beträge können sich abhängig von Anbieter, Vertragsmodell und Marktlage kurzfristig ändern.

2026: Rund 300 Euro für die THG-Quote

Die THG-Quote wurde 2022 eingeführt und soll die Treibhausgasemissionen im Verkehr senken. Mineralölunternehmen müssen den CO₂-Ausstoß der von ihnen verkauften Kraftstoffe reduzieren und können dafür unter anderem die rechnerischen Einsparungen reiner Elektrofahrzeuge nutzen. Deren Halter verkaufen die entsprechende Quote in der Regel über einen Vermittler, der die Anträge bündelt, beim UBA einreicht und einen Teil des Erlöses als Provision einbehält. Plug-in-Hybride sind nicht berechtigt. Für 2026 sollte der Antrag nach Empfehlung von Verbraucherexperten spätestens Ende Oktober beim Vermittler eingereicht werden. SP-X/Titelfoto: Gemini

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