Umweltbonus

Umweltbonus weiterhin beliebt

Die Zahl der Anträge für den Umweltbonus ist weiterhin hoch. Unterdessen fordert eine Umweltorganisation das Ende der PHEV-Förderung.

Die Zahl der monatlich gestellten Anträge auf den Umweltbonus pendelt sich bei 50.000 ein. Im Juli registrierte das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) 51.100 Eingänge, davon 29.571 für reine E-Fahrzeuge. Auf Plug-in-Hybride (PHEV) entfielen 21.522 Anträge, 7 wurden für ein Brennstoffzellenfahrzeug gestellt.

Seit Beginn der Förderung im Sommer 2016 haben knapp 1,37 Millionen Fahrzeugkäufer die Förderung beantragt. Auf reine E-Mobile entfielen 770.252 Anträge, auf Plug-in-Hybride 597.158 und auf Brennstoffzellenfahrzeuge 292. Gefragtestes Modell bleibt der Renault Zoe mit rund 80.000 Einheiten vor Tesla Model 3 (68.000) und VW E-Up (47.700). Unter den Herstellern liegt die Marke VW mit gut 199.000 Fahrzeugen vor Mercedes, BMW, Renault und Hyundai.

PHEV-Besteuerung in der Kritik

Unterdessen wir der Ruf nach dem Stopp weiterer Förderung von PHEV lauter.Denn obwohl mit der für nächstes Jahr geplanten Umweltbonus-Neufassung die Fördersumme für Plug-in-Hybridfahrzeuge wegfällt, werden die Teilzeitstromer nach Berechnungen der Umweltorganisation „Transport & Environment“ trotzdem allein 2023 und 2024 mit rund 1,2 Milliarden Euro durch den Fiskus subventioniert. Grund ist die Dienstwagenbesteuerung, die Plug-in-Hybride gegenüber reinen Verbrenner-Pkw begünstigt. Fast jeder dritte Plug-in-Hybrid hierzulande ist als Dienstwagen unterwegs. T&E Deutschland fordert die Streichung auch der indirekten PHEV-Subventionen, die mehr als ein Drittel der Fördermittel ausmachen könnten, die zur Finanzierung der Kaufprämie für reine Elektroautos im Zeitraum 2023/24 bereitgestellt werden.

Begründet wird die Forderung mit dem geringen Nutzen von PHEVs für die Umwelt. Die Bundesregierung hatte erst kürzlich eingeräumt, dass diese Fahrzeuggattung kaum zur Senkung der Emissionswerte im Verkehrssektor beiträgt. Auch Studien bestätigen, dass PHEVs in der praktischen Nutzung wesentlich mehr Treibhausgase emittieren, als es die Herstellerangaben versprechen. SP-X/Titelfoto: Mercedes-Benz

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