Inspektion E-Auto

Kostenvergleich: Geld sparen bei der Inspektion

In der Großstadt ist die Inspektion meist teurer als auf dem Land, so der ADAC. E-Autos sind im Schnitt 17 Prozent günstiger.

Bei den Kosten für den Pkw-Kundendienst gibt es ein starkes Stadt-Land-Gefälle. Mit einer Werkstatt außerhalb der Zentren lassen sich mehrere hundert Euro sparen, wie der ADAC bei einer Stichprobe ermittelt hat. Der Club hat sich in den Regionen Hamburg, Köln und München insgesamt 120 Kostenvoranschläge bei Markenwerkstätten von BMW, Dacia, Hyundai, Mercedes-Benz und Volkswagen angefragt. Die Preise variierten deutlich.

Welche Rolle der Standort letztlich spielt, hängt aber auch von der Marke ab. Bei Volkswagen lagen die städtischen Preise demnach durchgängig höher, während Mercedes-Benz über alle Standorte hinweg ein gleichmäßiges Preisniveau aufwies. Im Mittel fielen die Angebote in Köln etwas niedriger aus als in Hamburg oder München.

Inspektion E-Auto
Bei BMW ist der Unterschied am größten, bei Dacia kostet der Stromer mehr. Grafik: ADAC

Auch das jeweilige Auto macht einen Unterschied. Bei den Anfragen fielen die Kostenvoranschläge für Elektroautos mindestens ein Drittel geringer als für vergleichbare Verbrenner. Grund ist der geringere Wartungsaufwand bei E-Autos, die weniger mechanische Bauteile und damit weniger Verschleißteile haben – etwa kein Motoröl, keinen Ölfilter und keine Zündkerzen, die regelmäßig zu wechseln sind. Allerdings lagen die Stundensätze für Arbeiten an Elektroautos häufig um 17 Prozent höher als bei Verbrennern. Technisch lasse sich das nicht begründen, kritisiert der Club.

BMW i4: 41 Prozent teurer in der Stadt

Ein Beispiel: Die Inspektion für einen BMW M440i in Hamburg war im Schnitt 10 Prozent teurer als auf dem Land (1054 statt 955 Euro). Beim elektrischen BMW i4 betrug der Unterschied sogar 41 Prozent (527 statt 373 Euro).

Kritik übt der ADAC auch an Kommunikation und Transparenz vieler Betriebe. Mehr als jede fünfte Werkstatt antwortete demnach gar nicht auf die Anfrage, auch nicht nach mehrmaliger Nachfrage. In 56 Fällen ging ein kalkulierter Kostenvoranschlag ein, davon waren 39 Angebote detailliert und nachvollziehbar aufgeschlüsselt. In 38 Fällen erhielten die Tester lediglich Pauschalbeträge. Vor allem BMW sowie Volkswagen hätten detaillierte Kostenvoranschläge vorgelegt.

Autofahrer sollten vor einer Inspektion mehrere Angebote einholen, rät der Automobilclub auf Basis der Stichprobe. Zudem sollten sie auf einem schriftlichen und möglichst detaillierten Kostenvoranschlag bestehen, bei Unklarheiten nachfragen und ein Kostenlimit inklusive Rückmeldung bei größeren Abweichungen vereinbaren. Außerdem könne es sich lohnen, nach Mobilitätsangeboten für die Standzeit zu fragen – etwa Ersatzwagen oder ÖPNV-Tickets. SP-X/Titelfoto: ADAC

Das rät der ADAC:

  • Kostenangebote verschiedener Werkstätten vergleichen
  • Dazu einen schriftlichen und möglichst detaillierten Kostenvoranschlag einholen – nur so lassen sich später Angebot und Rechnung vergleichen
  • Auf Transparenz achten: Bei Unklarheiten nachfragen, um spätere Überraschungen zu vermeiden
  • Kostenlimit vereinbaren und um Rückmeldung bitten, falls Zusatzkosten anfallen bzw. die Abweichung mehr als 10 Prozent beträgt
  • Nach Mobilitätsangeboten fragen, denn oft gibt es einen Ersatzwagen oder ÖPNV-Tickets für die Dauer der Inspektion

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