Neben der E-Auto-Förderung gewähren viele Hersteller zusätzlich Rabatte: So bekommt man den Dacia Spring schon für 6.000 Euro – ein Überblick.
Die neue E-Auto-Förderung soll Elektromobilität für jedermann erschwinglich machen. Sie trifft auf einen Markt, auf dem die Stromer-Preise zuletzt sowieso schon gepurzelt sind. Treffen beide Preiseffekte aufeinander, wird es richtig günstig. Hier der Überblick (Stand 21. Januar).
Kleinwagen:

Das günstigste E-Auto in Deutschland ist weiterhin der Dacia Spring. Wer sich über Haushaltseinkommen (bis 45.000 Euro) und Kinderzahl (zwei oder mehr) für die maximale Förderung von 6.000 Euro qualifiziert, erhält den E-Crossover für gerade einmal 6.000 Euro. Inbegriffen ist dabei ein bereits zum Jahresstart aufgelegter Hersteller-Rabatt von 5.000 Euro, der bis auf weiteres zusätzlich gilt. Der Spring ist zwar kein klassischer Allround- oder Erstwagen, für den Stadtverkehr und gelegentliche Touren ins Umland reicht er aber trotz überschaubarer Reichweite und eher mauer Fahrleistungen aus.
Wer Alternativen im unteren Preissegment sucht, findet aktuell auch im Citroen e-C3 ein attraktives Angebot. Die Franzosen „verdoppeln“ die Prämie im Rahmen einer Rabattkation kurzerhand, so dass der Kleinwagen den Käufer statt 20.000 Euro nur 8.000 Euro kostet. Generell ist das Angebot in den beiden kleinen Pkw-Segmenten interessant für Förder-Interessenten. Das Listenpreisniveau liegt ohne Zuschuss oft zwischen 23.000 Euro und 30.000 Euro. Mit Modellen wie Hyundai Inster, BYD Dolphin Surf, Renault 5, Opel Corsa, Fiat 500 oder Mini Cooper Electric gibt es zudem mittlerweile ein recht vielfältiges Angebot.
Kompaktklasse:
Auch wenn Kleinwagen Alltagsqualitäten haben, echte Erstwagen für die Familie sind sie eher nicht. Wer ein vollwertiges Auto für vier sucht, muss zu einem Modell der Kompaktklasse oder zumindest einen großen Mini-SUV greifen. Wer eine Limousine bevorzugt, findet im VW ID.3 aktuell ein günstiges Angebot. Zu den bis zu 6.000 Euro aus der Staatskasse schießt der Hersteller noch einmal modellabhängig einige tausend Euro hinzu, wodurch das Basismodell für rund 23.300 Euro zu haben ist. Alternativen sind eher rar, eine wäre der Citroen e-C4, der nach Abzug der Maximalförderung und des Rabattes in gleicher Höhe bei knapp 20.000 Euro läge.

Soll es ein familientauglicher Crossover sein, wird die Auswahl noch kleiner. Allrounder wie der Kia EV3 kosten selbst nach Abzug der Maximalprämie immer noch rund 30.000 Euro, etwas günstigere Wettbewerber wie den Skoda Elroq gibt es momentan nur in den höheren und entsprechend teurere Antriebsvarianten. Noch im preislichen Rahmen sind Autos wie Toyota Urban Cruiser, Suzuki E-Vitara, Opel Frontera und Fiat 600e, sie verlangen aber mehr Kompromisse bei Reichweite und/oder Platzangebot, sind zumindest als Erstwagen für eine vierköpfige Familie nicht in allen Fällen die ideale Wahl.
Plug-in Hybride (PHEV):
Neben rein elektrischen Autos werden auch Plug-in-Hybride gefördert. Beschränkungen durch Mindestreichweite und CO2-Ausstoß gibt es zwar, die Limits sind aber so großzügig gesetzt, dass sie praktisch keine Bedeutung haben. Das Angebot ist trotzdem überschaubar, denn die westlichen Autohersteller konzentrieren sich bei ihren Plug-in-Angeboten vor allem auf die Dienstwagensegmente, bieten also entsprechend große und teure Fahrzeuge an. Fündig wird man mit kleinem Budget vor allem in der Exoten-Ecke, etwa beim China-SUV DFSK Fengon E5 (für rund 32.000 Euro vor Abzug der Prämie). Die Segment-Bestseller der vergangenen Jahre – Ford Kuga, Volvo XC60 und BYD Seal U – starten frühestens bei 40.000 Euro (ohne Prämie).
Was noch kommt:
Eine günstige Alternative zum Kauf kann auch das Leasing sein. Bei nicht wenigen Herstellern sind die besten Preise schon seit längerem in diesem Angebots-Segment zu finden. Wer nun die Förderung in die Leasing-Sonderzahlung investiert, erhält möglicherweise vergleichsweise günstige Monatsraten.
Trotzdem gilt: Gerade im untersten Preissegment bleibt die Auswahl trotz Prämien-Unterstützung also überschaubar – zumindest, wenn es mehr sein soll als ein klassischer Kleinwagen für die Stadt. Besserung könnten die kommenden Monate bringen. Mit Leapmotor B05, VW ID.Cross sowie dessen Konzernablegern stehen einige vergleichsweise geräumige Modelle vor der Premiere. Hinzu kommen weitere Klein- und Kleinstwagen wie VW ID.Polo, Kia EV2, Nissan Micra und Renault Twingo. Holger Holzer/SP-X/Titelfoto: SP-X


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