BMW erweitert die iX3-Baureihe und bringt damit eine günstigere, einmotorige Hinterradantriebs-Variante auf den Markt.
Mit dem iX3 40 setzt BMW die neue Elektroauto-Plattform „Neue Klasse“ breiter auf. Das Modell ergänzt den bereits erhältlichen iX3 50 xDrive um eine effizientere Version mit Heckantrieb und richtet sich damit an Käufer, die den Einstieg in die Baureihe zu einem niedrigeren Preis suchen. Der Einstiegspreis liegt bei 63.400 Euro und damit 7.500 Euro unter dem iX3 50 xDrive, der aktuell ab 70.900 Euro erhältlich ist.
Angetrieben wird der BMW iX3 40 von einem Elektromotor an der Hinterachse mit 235 kW Leistung und 500 Nm Drehmoment. Die Batterie hat einen nutzbaren Energiegehalt von 82,6 kWh, die Reichweite beträgt laut BMW bis zu 635 Kilometer nach WLTP. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 5,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h. Damit bleibt der iX3 40 nur knapp hinter dem iX3 50 xDrive zurück, ist aber deutlich günstiger positioniert.
Bis zu 300 kW Ladeleistung
BMW setzt beim iX3 40 auf 800-Volt-Technik und Rundzellen im Cell-to-Pack-Design. Beim DC-Laden sind bis zu 300 kW möglich, der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent soll 21 Minuten dauern. Serienmäßig lädt der iX3 mit bis zu 11 kW an AC-Ladesäulen, optional sind auch 22 kW erhältlich. Zusätzlich nennt BMW bidirektionale Ladefunktionen wie Vehicle-to-Load und Vehicle-to-Home. Damit übernimmt die neue Variante offenbar wichtige Modellpflege-Features direkt aus dem größeren iX3 50 xDrive.

Der iX3 50 xDrive startete zunächst mit einem niedrigeren Preis, wurde aber bereits vor dem Marktstart teurer. Aus der ursprünglich kommunizierten Summe von 68.900 Euro wurden 70.900 Euro. Der neue iX3 40 vergrößert nun wieder den Abstand zwischen Einstieg und Topmodell.
Hintergrund sind erste Modellpflege-Maßnahmen, noch bevor das Modell im März überhaupt regulär auf den Markt gekommen ist. So ist seitdem als Sonderausstattung das „AC-Laden Professional“ bestellbar, das Wechselstrom-Laden mit bis zu 22 kW ermöglicht. Damit einher geht auch die zusätzliche Funktion Vehicle-to-Load (3,7 kWh). Und es gibt neue Lackfarben und Design-Optionen im Interieur. In die neuen 40er-Variante scheinen diese Modellpflege-Features direkt einzufließen. Denn auch für diesen kündigte BMW besagtes optionales 22-kW-AC-Laden und „vielfältige bidirektionale Ladefunktionen“ an, konkret V2L und V2H (Vehicle-to-Load und Vehicle-to-Home).
BMW iX3: Produktion ausgelastet
Alle Varianten des iX3 laufen im neuen BMW-Werk im ungarischen Debrecen vom Band. Dort hat die Serienfertigung bereits begonnen, und der Marktstart des iX3 40 soll im Sommer erfolgen.
BMW meldet für den iX3 50 xDrive bereits eine sehr hohe Nachfrage. Schon mit den Blind-Bestellungen (ohne, dass die Kunden das Auto gesehen oder zur Probe gefahren sind) ist bereits quasi die gesamte, geplante Produktion des iX3 50 xDrive des Jahres 2026 vergeben. BMW selbst hatte zuvor publik gemacht, aufgrund der hohen Nachfrage eine zusätzliche Schicht einzuführen.


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