Flughäfen Ladeinfrastruktur

Flughäfen investieren in Ausbau der Ladeinfrastruktur

Die Flughäfen Köln/Bonn und Frankfurt investieren Millionen für den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Das Ziel ist Net Zero Carbon.

Die Flughäfen Köln/Bonn und Frankfurt bauen ihre Ladeinfrastruktur und erhalten dafür Fördermittel der EU. Beide Standorte investieren in mehr elektrische Anschlüsse, neue Ladepunkte für Fahrzeuge und Geräte sowie zusätzliche Technik für einen emissionsärmeren Flughafenbetrieb.

Am Flughafen Köln/Bonn entstehen im Rahmen von fünf Nachhaltigkeitsprojekten insgesamt 124 neue Anschlüsse für E-Fahrzeuge und elektrisch betriebene Geräte. Hinzu kommen weitere Lademöglichkeiten für E-Busse. Das Gesamtvolumen der Maßnahmen liegt bei 33,25 Millionen Euro.

Für das Projekt erhält der Flughafen 9,75 Millionen Euro aus dem CINEA-Programm der Connecting Europe Facility (CEF). Das ist nach Angaben des Flughafens die höchste Fördersumme innerhalb der ACI-Initiative. Die erste Hälfte der Mittel soll kurzfristig ausgezahlt werden, die zweite nach Abschluss aller Projekte. Der Abschluss ist für das vierte Quartal 2028 vorgesehen.

Geplant sind mehrere Einzelmaßnahmen. Dazu zählt die Installation von 38 zusätzlichen Ladepunkten für E-Fahrzeuge und elektrisch betriebene Geräte samt neuem und erweitertem Transformatorenbau. Eine weitere Maßnahme sieht 86 zusätzliche Ladestationen auf dem übrigen Flughafengelände vor. Auch zusätzliche Ladepunkte für E-Busse sind Teil des Programms, ohne dass der Flughafen dazu bislang weitere Details nennt.

Zum Paket gehören außerdem die Einbindung von zwei geplanten Agri-Photovoltaikanlagen in das Stromnetz des Flughafens sowie die Installation von 16 Pre-Conditioned-Air-Anlagen an beiden Terminals. Diese Systeme versorgen Flugzeuge an der Parkposition mit Heizung oder Kühlung, ohne das Hilfstriebwerk laufen zu lassen. Zusätzlich sollen 15 elektrische Bodenstromaggregate beschafft werden, um Dieselgeräte zu ersetzen.

Der Flughafen Köln/Bonn will mit den Investitionen seine Emissionen senken und das Ziel Net Zero Carbon erreichen. Für die Vorfelder ist das Ziel bis 2035 gesetzt, für den gesamten Standort bis 2045.

Flughafen Frankfurt: 10-MWh-Speicher geplant

Auch der Flughafen Frankfurt profitiert von EU-Mitteln. Im Rahmen des Projekts GREENVOLT stellt die EU 2,55 Millionen Euro bereit. Das Gesamtvolumen des Vorhabens beziffert Fraport auf 8,5 Millionen Euro.

Mit dem Projekt baut Fraport die Bodenstromversorgung an neun Vorfeldpositionen aus. Zusätzlich sollen 322 AC-Ladepunkte für leichte Bodenabfertigungsfahrzeuge auf dem Vorfeld installiert werden. Im Süden des Flughafens entsteht außerdem ein 10-MWh-Batteriespeicher, der Energie aus der PV-Anlage an der Startbahn West zwischenspeichert und flexibel bereitstellt.

Fraport betont, gezielt in emissionsarme Technologien zu investieren und die eigene Infrastruktur zu transformieren. Der Konzern hat sich nach eigenen Angaben verpflichtet, bis spätestens 2045 an allen vollkonsolidierten Standorten innerhalb der Scopes 1 und 2 Net Zero zu erreichen. Titelfoto: Köln/Bonn Airport

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