Der Fahrstromanbieter Ionity erhöht zum 1. Juli die Preise um rund vier Prozent. Doch nicht alle Kunden sind betroffen.
Ionity erhöht zum 1. Juli 2026 seine Ladepreise in weiten Teilen des europäischen Schnellladenetzes – also pünktlich zum Beginn der Sommerferien. Betroffen sind ausgewählte Tarife, bei denen der Preis pro Kilowattstunde im Durchschnitt um rund vier Prozent steigt. Als Hauptgrund nennt das Unternehmen gestiegene Strombeschaffungskosten auf den europäischen Energiemärkten.
Mit der Anpassung reagiert Ionity nach eigenen Angaben auf die angespannte Kostensituation in der Energie- und Mobilitätsbranche. Gleichzeitig betont der Betreiber, dass man die Preise weiterhin möglichst stabil und transparent halten wolle. Ziel sei es, ein hochwertiges Ladeerlebnis zu sichern und den Ausbau der Schnellladeinfrastruktur weiter voranzutreiben.
Die Preiserhöhung gilt für mehrere Nutzergruppen:
- Kundinnen und Kunden der Ionity App ohne aktives Abonnement
- Nutzerinnen und Nutzer von Ionity Direct, die spontan per Web-App oder Kreditkarte laden
- Kundinnen und Kunden mit monatlichen Abonnements, die nach dem 12. Februar 2026 abgeschlossen wurden
Ältere Tarife nicht betroffen
Nicht betroffen sind hingegen Bestandskunden mit älteren Tarifen. Wer sein monatliches Abonnement vor dem 13. Februar 2026 abgeschlossen hat, zahlt weiterhin den bisherigen Arbeitspreis pro Kilowattstunde. Auch bei jährlichen Abonnements, die vor dem 1. Juli 2026 abgeschlossen wurden, bleibt der vereinbarte Preis für die gesamte Restlaufzeit unverändert.
Unverändert bleiben zudem die monatlichen Grundgebühren der Abonnements. Ionity hebt ausdrücklich hervor, dass lediglich die kWh-basierten Ladepreise angepasst werden, nicht jedoch die Fixkosten. Die jeweils gültigen Preise können Nutzer vor Beginn eines Ladevorgangs in der Ionity App einsehen. Beim spontanen Laden über Ionity Direct wird der Preis zusätzlich direkt an der Ladesäule angezeigt.
Ein Beispiel: Wer ohne Abo an einer Ionity-Schnellladesäule lädt und bislang 0,79 Euro pro kWh gezahlt hat, müsste nach einer durchschnittlichen Erhöhung um vier Prozent künftig rund 0,82 Euro pro kWh einplanen. Die tatsächlichen Preise können je nach Standort und Tarif variieren. Titelfoto: Ionity


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