Das E-Auto verbreitet sich in Europa. Allerdings nicht überall gleich schnell.
E-Autos haben ihren Anteil am europäischen Neuwagenmarkt im ersten Halbjahr deutlich gesteigert. Von Januar bis Juni entfielen 22 Prozent der Zulassungen auf reine Batterieautos, 5 Prozentpunkte mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Stückzahl stieg nach Berechnungen des International Council on Clean Transportation (ICCT) um rund 35 Prozent. Berücksichtigt werden die EU-Staaten sowie Norwegen und Island.
Besonders stark war der Juni: Batterieautos kamen auf 24 Prozent Marktanteil, die Zulassungen lagen 57 Prozent über dem Vorjahresmonat. In Deutschland stiegen sie um 78 Prozent, in Frankreich um 94 Prozent und in Italien um 86 Prozent. Der deutsche Elektroanteil erreichte im Juni 29 Prozent. Bei privaten Neuwagenkäufern waren es sogar 41 Prozent. Im gesamten ersten Halbjahr lag Deutschland mit einer Elektroquote von 26 Prozent acht Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Frankreich erreichte 28 Prozent, Italien 8 Prozent und Spanien 10 Prozent. Polen stagnierte bei 5 Prozent.
Parallel verloren reine Benziner und Diesel europaweit weiter an Bedeutung. Ihr gemeinsamer Marktanteil sank um acht Punkte auf 30 Prozent. Mildhybride kamen auf 25 Prozent, Vollhybride auf 14 Prozent und Plug-in-Hybride auf 10 Prozent. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen der Neuwagen lagen für den Zeitraum von Januar 2025 bis Juni 2026 nach Anrechnung regulatorischer Gutschriften bei rund 95 Gramm je Kilometer. Damit fehlten im Mittel weniger als zwei Gramm zum EU-Zielwert für die Jahre 2025 bis 2027. Gleichzeitig wuchs das öffentliche Ladenetz bis Ende Juni auf rund 1,2 Millionen Ladepunkte. Holger Holzer/SP-X


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