Täglich werden in Deutschland hunderte Fahrräder entwendet. Foto: SP-X/KI

Weniger Diebstähle, fettere Beute

Fahrraddiebstähle: 2025 wurden deutlich weniger gestohlen. Die Schadensumme verharrt indes auf Rekordniveau.

Fahrräder und Pedelecs sind in Deutschland 2025 so selten gestohlen worden wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wurden den Versicherern im vergangenen Jahr 115.000 Fahrraddiebstähle gemeldet. Das sind 15.000 Fälle beziehungsweise rund 12 Prozent weniger als 2024. Vor 20 Jahren lag die Zahl der versicherten Fahrraddiebstähle mit 260.000 noch mehr als doppelt so hoch.

Der Trend spiegelt sich auch in der Polizeilichen Kriminalstatistik wider. Dort wurden für 2025 rund 214.300 Fahrraddiebstähle registriert, was einem Rückgang um 13 Prozent entspricht. Die tatsächliche Zahl der Fahrraddiebstähle dürfte allerdings höher liegen, da viele Diebstähle nicht angezeigt werden.

Trotz der sinkenden Fallzahlen verharrte die Schadenssumme auf hohem Niveau. Wie bereits in den Jahren 2022 bis 2024 zahlten die Versicherer insgesamt rund 150 Millionen Euro für gestohlene Fahrräder und Pedelecs. Ursache dafür ist der weiter steigende Durchschnittsschaden. Dieser erhöhte sich binnen eines Jahres von 1.190 auf 1.270 Euro je Diebstahl. Zum Vergleich: 2008 lag der durchschnittliche Schaden noch bei lediglich 370 Euro.  Mario Hommen/SP-X

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