Die Pkw-Importe aus China übertreffen die Exporte in Gegenrichtung. Mittlerweile gilt das auch für Wert und Stückzahl.

Jahrelang exportierte die EU deutlich mehr Pkw nach China als umgekehrt. Inzwischen hat sich das Verhältnis gedreht. 2024 überstiegen die Einfuhren aus China mit 455.000 Autos erstmals die EU-Exporte nach China mit 300.000 Fahrzeugen.
Im vergangenen Jahr wurde die Lücke noch einmal deutlich größer: 620.000 Pkw kamen aus China in die EU, während nur noch rund 200.000 Fahrzeuge in die Gegenrichtung gingen, wie die Unternehmensberatung Inovev ermittelt hat.
Dabei unterscheiden sich die Fahrzeugströme deutlich. Aus China kommen vor allem Modelle aus dem mittleren Preis- und Marktsegment nach Europa, zum Großteil stammen sie mittlerweile von chinesischen Marken. Lediglich 116.000 trugen ein amerikanisches oder europäisches Logo.
In die Gegenrichtung exportiert die EU dagegen überproportional viele hochpreisige Fahrzeuge, vor allem von Marken wie Mercedes, BMW, Audi, Porsche, Ferrari, Lamborghini und Maserati. Deshalb trat die Wende bei den Stückzahlen früher ein als beim Warenwert. Erst 2025 rutschte die EU auch wertmäßig ins Minus: Autoexporten nach China im Wert von 16 Milliarden Euro standen Importe aus China von 22 Milliarden Euro gegenüber. SP-X/Titelfoto: BLG Logistics


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