Kommt der Opel Agila als Elektroauto zurück? Was über den Stromer bekannt ist: Start, Preis, Größe und Produktion.
Opel könnte nach Citroën und Fiat ebenfalls mit einem Elektro-Kleinwagen ins Einstiegssegment einsteigen. Das italienische Automagazin „Quattroruote“ berichtet, der Rüsselsheimer Hersteller bringe wenige Monate nach den beiden Schwestermarken einen kleinen Stromer auf derselben technischen Basis auf den Markt. Als Name ist demnach Opel Agila vorgesehen. Eine offizielle Bestätigung von Opel oder Stellantis gibt es bislang nicht.
Stellantis plant ab 2028 zwei neue Elektro-Einstiegsmodelle: die Neuauflage der „Ente“ von Citroën und den Fiat Koala. Den Auftakt der im Mai angekündigten E-Cars-Familie soll die elektrische Neuinterpretation des Citroën 2CV bilden, ein Konzeptfahrzeug wurde auf dem Pariser Autosalon gezeigt. Parallel entwickelt Fiat seinen Kleinwagen, der voraussichtlich Koala heißen wird. Beide Modelle sollen 2028 auf den Markt kommen, die mögliche Opel-Variante könnte einige Monate später folgen.
Rückkehr eines bekannten Modellnamens
Mit dem Agila würde Opel einen früheren Modellnamen wiederbeleben. Die Baureihe wurde von 2000 bis 2014 angeboten und war als kompakter Hochdach-Kleinwagen beziehungsweise Microvan konzipiert. Die erste Generation basierte auf dem Suzuki Wagon R+, die zweite auf dem Suzuki Splash. Auch beim neuen Elektroauto hält „Quattroruote“ eine praktische, hochbauende Karosserieform für denkbar. Das ermöglicht kurze Überhänge und vergleichsweise viel Platz im Innenraum.
Wie der Citroën 2CV und der Fiat Koala könnte auch der kleine Opel-Stromer rund vier Meter lang werden. Damit würde er die Kriterien der geplanten Fahrzeugklasse M1E für kleine E-Autos unter 4,20 Meter Länge erfüllen. Die EU-Kommission will diese Klasse im Zuge ihres „Auto-Pakets“ einführen. Für Hersteller soll das ein Anreiz sein, kleine Elektroautos in der EU zu bauen: Solche Fahrzeuge zählen bei der Berechnung der CO2-Flottenemissionen künftig mit dem Faktor 1,3 als „Super Credit“.
Technische Daten und Preis des Opel Agila
Belastbare Angaben zu technischen Daten gibt es bislang nicht. Leistung, Batteriekapazität und Reichweite dürften sich an den Kosten- und Größenanforderungen des Segments orientieren. Für einen niedrigen Einstiegspreis sind eine einfache Ausstattung und ein funktionales Innenraumkonzept denkbar. Als Preisziel für die E-Cars-Familie gelten rund 15.000 Euro. Stellantis hat diesen Betrag allerdings nicht als verbindlichen Listenpreis für jedes Modell bestätigt.
Stellantis hat das E-Cars-Projekt im Mai 2026 offiziell angekündigt. Der Konzern will damit auf die schrumpfende Auswahl erschwinglicher Kleinwagen in Europa reagieren und den Zugang zur Elektromobilität erleichtern. Das „E“ steht laut Unternehmen für europäisch, emotional, elektrisch und umweltfreundlich. Die Fahrzeuge sollen in Europa für den europäischen Markt entwickelt und produziert werden. Bei der Elektrotechnik setzt Stellantis nach eigenen Angaben auf ausgewählte Partner, um Kosten zu senken und die Markteinführung zu beschleunigen.
Als Produktionsstandort ist das Werk Pomigliano d’Arco bei Neapel vorgesehen, in dem bislang unter anderem der Fiat Panda gebaut wird. Die ersten E-Cars sollen dort 2028 vom Band laufen. Im September bekräftigte der Konzern seine Pläne für drei kleine Elektroautos aus dem italienischen Werk. Ob darunter tatsächlich ein Opel-Modell ist und ob es Opel Agila heißt, ist offiziell weiterhin nicht bestätigt. Titelfoto: Opel


Add a Comment