Auch die Mikromobilität hat der ADAC regelmäßig im Blick. Nun hat der Verkehrsclub zehn E-Kickscooter der mittleren Preisklasse (500 bis 800 Euro) getestet. Die gute Nachricht: Käufer können kaum danebengreifen. Acht Modelle erzielten Gesamtnoten zwischen 2,0 und 2,6, sieben davon sogar die Bewertung „gut“. Zwei Kandidaten wurden allerdings auf die Note 4,5 abgewertet, weil bei ihnen im Belastungstest der Lenker brach.
Betroffen sind der Streetbooster Sirius (599 Euro) und der Navee N65i II (569 Euro). Beide scheiterten an einer Belastungsprüfung, die laut ADAC über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht, weil die vorgeschriebenen Tests die Belastungen im Alltag nicht ausreichend abbilden.
Segway siegt
Testsieger wurde mit der Gesamtnote 2,0 der Segway Ninebot F3 Pro D. Der rund 700 Euro teure E-Scooter überzeugte mit kräftigem Antrieb, hohem Fahrkomfort, guter Beleuchtung und ordentlich abgestimmten Bremsen. Pluspunkte sammelten zudem das informative Display und die zugehörige App. Als größter Schwachpunkt blieb die Ladezeit von mehr als acht Stunden.
Generell kritisiert der ADAC die teils deutlich zu optimistischen Reichweitenangaben der Hersteller. So verspricht etwa der Odys Ultron i75 bis zu 75 Kilometer, im Test wurden jedoch lediglich knapp 48 Kilometer erreicht. Verbesserungsbedarf sehen die Tester außerdem bei der Beleuchtung. Beim Modell von SoFlow blendete das fest montierte Frontlicht den Gegenverkehr, zudem waren die inzwischen verbreiteten Blinker bei einigen Modellen von der Seite nur schlecht zu erkennen.
Kaufinteressenten rät der ADAC, den E-Scooter passend zum eigenen Einsatzprofil auszuwählen. Wer häufig auf hügeligem Terrain unterwegs ist, sollte auf einen kräftigen Motor und eine gute Federung achten. Empfehlenswert seien außerdem Probefahrten beim Händler. Unabhängig vom Modell empfiehlt der Club das Tragen eines Helms, da bei E-Scooter-Unfällen häufig Kopf- und Gesichtsverletzungen auftreten. Mario Hommen/SP-X


Add a Comment