Das gängige Klischee besagt, dass die Elektromobilität in der Generation Z ihre größte Fanbase hat. Eine neue Umfrage von AutoScout24 und LeasingMarkt.de unter Deutschen mit Pkw-Führerschein zeichnet jedoch ein ganz anderes Bild: Unter den jüngsten Autofahrern gibt es demnach prozentual die meisten Fans von Verbrennungsmotoren. Auf die Frage, für welche Antriebsart sie sich beim nächsten Autokauf entscheiden würden, gaben 55 Prozent der 18 bis 29-Jährigen an, einen Benziner oder Diesel zu präferieren. Für Hybrid- und Elektroautos sprachen sich dagegen jeweils nur 20 Prozent aus.
In den höheren Altersgruppen fällt die Präferenz für Verbrenner geringer aus, während Elektroautos dort mehr Akzeptanz genießen. Der höchste Anteil an potenziellen E-Autokäufern findet sich in der Gruppe der 40 bis 49-Jährigen mit 24,7 Prozent. Selbst bei den 50 bis 65-Jährigen liegt der Elektro-Anteil mit 19,7 Prozent nur knapp unter dem Wert der Jüngsten.
Dieses Ergebnis ist auch deshalb überraschend, weil eine vergleichbare ADAC-Umfrage aus dem Jahr 2024 noch ein deutlich anderes Bild zeigte. Damals konnte sich mehr als die Hälfte der 18 bis 29-Jährigen grundsätzlich den Kauf eines Elektroautos vorstellen.
„Dass gerade die jüngste Altersgruppe am stärksten zum Verbrenner tendiert, überrascht auf den ersten Blick“, sagt Stefan Schneck, Deutschland-Vertriebsleiter von AutoScout24. Die Daten zeigten jedoch zugleich, dass sich die 18 bis 29-Jährigen bei den entscheidenden Kaufkriterien kaum von älteren Generationen unterscheiden. Dies zeichne ein differenzierteres Bild der Generation Z, als häufig vermittelt werde, so Schneck. Mario Hommen/SP-X


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