Radnabenmotor

Der Radnabenmotor: Ist das die Zukunft?

Eine Hitachi-Tochter stellt einen Radnabenmotor für E-Autos vor. Er besitzt erstaunliche Leistungsdaten.

Da die einzelnen Bauteile für den Elektroantrieb nicht mehr so groß sein müssen wie der zentrale Motor beim Verbrenner, sind auch andere Ansätze denkbar – etwa ein E-Motor direkt am Rad. Hitachi Astemo – ein Tochterunternehmen des japanischen Mischkonzerns Hitachi – hat nun einen solchen Radnabenmotor für E-Autos vorgestellt, der neben der E-Maschine außerdem Bremse, Wechselrichter und Kühlung in einem Bauteil integriert.

Radnabenmotor

Die Hitachi-Entwicklung vereint E-Maschine, Bremse, Wechselrichter und Kühlung in einem Bauteil. Fotos: Hitachi

Der Direktantrieb mit bis zu 60 kW/82 PS Leistung ist auf 420 Volt Spannung und bis zu 280 Ampere ausgelegt. Mit dem Radnabenmotor ließen sich 2WD- und 4WD-Antriebe darstellen. Die maximale Systemleistung kann sich also auf 240 kW/326 PS und über 3.800 Newtonmeter Drehmoment summieren.

30 Prozent weniger Energieverluste

Dank der Bremsenintegration soll sich der Direktantrieb recht unkompliziert in bereits bestehende Fahrwerkdesigns und Radaufhängungen einpassen lassen. Allerdings müssen Räder mindestens 19 Zoll groß sein. Der bei Radnabenantrieben normalerweise hohe Zuwachs bei den ungefederten Massen soll in diesem Fall dank eines leichten Designs mit hoher Leistungsdichte vergleichsweise niedrig ausfallen.

Hitachi Astemo verspricht außerdem hohe Effizienz, die im Vergleich zu klassischen E-Antrieben 30 Prozent weniger Energieverluste generiert. Entsprechend könnten Traktionsbatterien in den Fahrzeugen für das gleiche Reichweitenpotenzial kleiner ausfallen. Ob und wann die Technik in einem Serienfahrzeug zum Einsatz kommen könnte, verrät Hitachi nicht. HM/SP-X/Foto: Hitachi

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