Ioniq 3

Hyundai Ioniq 3: Lückenfüller

Die Auswahl bezahlbarer E-Autos wächst: Der Hyundai Ioniq 3 lässt sich einfach bedienen und bietet ein erwachsenes Fahrverhalten.

Hyundai füllt mit dem Ioniq 3 die Lücke zwischen dem kleinen Inster und dem Kona Elektro. Gebaut wird der Stromer im türkischen Izmit. Technisch ist er mit dem Kia EV2 verwandt: Batteriegrößen und Frontmotoren entsprechen sich weitgehend, die Karosserien gehen eigene Wege. Kia setzt auf einen hoch bauenden SUV, Hyundai auf einen flachen Fastback. Mit gut 4,15 Meter Länge und 1,50 Meter Höhe wirkt der Ioniq 3 dynamischer als der EV2, das gedrungene Heck mit der geteilten Scheibe ist aber Geschmacksache.

Ioniq 3
Wie schon beim Inster ist die Optik beim Ioniq 3 aber Geschmacksache. Sein gedrungenes Heck mit der abgeknickten, von einem Spoiler geteilten Scheibe muss man mögen, auch wenn das zusätzliche Fenster die Sicht nach hinten verbessert. Fotos: Hyundai

Zur Wahl stehen zwei Batterien: 42 kWh (108 kW/147 PS, bis zu 344 Kilometer WLTP-Reichweite) und 61 kWh (99 kW/135 PS, bis zu 497 Kilometer). Den Spurt auf 100 km/h erledigt der Ioniq 3 in 8,7 bis 9,5 Sekunden, bei 170 km/h ist Schluss. Am Schnelllader dauert das Laden mit maximal 119m kW von 10 auf 80 Prozent im Idealfall rund eine halbe Stunde. Serienmäßig lädt er mit 11 kW Wechselstrom, ein 22-kW-Lader kostet ab der Version Trend im 1.650 Euro teuren Technikpaket extra.

Hyundai Ioniq 3: Start bei 28.950 Euro

Der Ioniq 3 startet bei 28.950 Euro und liegt damit über seinen Rivalen: VW verlangt für den ID.Polo mindestens 25.000 Euro, Cupra kündigt den Raval ab 25.950 Euro an. Batterieheizung und Vorkonditionierung gibt es erst in der 3.000 Euro teureren Version Trend, Wärmepumpe und Navigation kosten ebenfalls extra. Die N-Line-Versionen mit bis zu 19 Zoll großen Rädern und künstlichem Motorsound beginnen bei 39.650 Euro inklusive großer Batterie, die sonst 4.000 Euro Aufpreis kostet.

Ioniq 3
Der Hyundai Ioniq 3 ist 4,15 Meter lang.

Als erster europäischer Hyundai bekommt der Ioniq 3 das Infotainmentsystem Pleos Connect mit 12,9 oder 14,6 Zoll großem Touchscreen und Android Automotive. Die Bedienung ist gelungen: Die bevorzugten Apps lassen sich individuell anordnen, es gibt echte Klimatasten und einen separaten Lautstärkeregler. Ein langer Druck auf die Assistententaste am Lenkrad öffnet ein Untermenü, in dem sich die vorgeschriebenen Warnsysteme gesammelt abschalten lassen.

Infotainment auf Basis von Android

Innen gibt es genug Platz und reichlich Ablagen, die Sitze sind recht bequem, bieten aber wenig Seitenhalt. Hinten sorgt die niedrige Bank für spitz angewinkelte Knie. Der Gepäckraum fasst 322 Liter, ein Fach unter dem Boden nimmt weitere 119 Liter auf.

Ioniq 3
Als erster europäischer Hyundai bekommt der Ioniq 3 das Infotainmentsystem Pleos Connect mit 12,9 oder 14,6 Zoll großem Touchscreen und Android Automotive.

Auf der Straße fährt sich der Ioniq 3 erwachsen: Die Lenkung arbeitet etwas schwergängiger als bei anderen Hyundai, vermittelt aber guten Kontakt zu den Vorderrädern, das Fahrwerk ist komfortabel abgestimmt. Nur der Antrieb hält nicht, was die sportliche Optik verspricht. Er reicht im Alltag, doch gerade den N-Line-Modellen würde mehr Punch gutstehen. Hanno Boblenz/SP-X

Hyundai Ioniq 3 – Technische Daten:

Fünftüriger, fünfsitziger Kleinwagen; Länge: 4,15 Meter, Breite: 1,80 Meter, Höhe: 1,50 Meter, Radstand: 2,68 Meter, Kofferraumvolumen: 441 – 1.213 Liter.

42-kWh-Akku: Front-Elektromotor, Frontantrieb, 108 kW/147 PS, 0-100 km/h: 8,7 s, Vmax: 170 km/h, Verbrauch: 14,1 kWh/100 km, Akkugröße: 42 kWh, Reichweite: 344 km (WLTP), Ladeleistung: 22 kW (AC)/119 kW (DC), Ladedauer DC 10-80 %: 29 Minuten;
Preis: ab 28.950 Euro (Select).

61-kWh-Akku: Front-Elektromotor, Frontantrieb, 99 kW/135 PS, 0-100 km/h: 9,5 s, Vmax: 170 km/h, Verbrauch: 13,7 kWh/100 km, Akkugröße: 61 kWh, Reichweite: 497 km (WLTP), Ladeleistung: 22 kW (AC)/119 kW (DC), Ladedauer DC 10-80 %: 30 Minuten;
Preis: ab 32.950 Euro (Select).

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