Porsche will exklusiver und margenstärker werden. Dabei sollen auch zwei Elektro-Sportler und ein Verbrenner-SUV helfen.
Porsche hat seine Modellplanung für die kommenden Jahre konkretisiert. Im Mittelpunkt stehen neue Sportwagen und zusätzliche SUV, während das Angebot insgesamt gestrafft werden soll und 20 Prozent der Modellvarianten künftig entfallen. Außerdem wollen die Stuttgarter stärker auf besonders hochpreisige und margenstarke Fahrzeuge setzen, wie Porsche-Chef Michael Leiters (Titelfoto) gegenüber Investoren erklärt hat.
Bei den Nachfolgern von 718 Boxster und Cayman hält Porsche am ursprünglich geplanten Elektroantrieb fest, die Markteinführung dürfte 2027 erfolgen – zwei Jahre nach dem Auslaufen der Vorgänger mit Benziner. Noch vor kurzem gab es Medienberichte, Porsche wolle zumindest die stärkeren Varianten weiterhin mit Verbrennungsmotoren anbieten.
Parallel baut Porsche sein SUV-Angebot wieder stärker in Richtung Verbrennungsmotor aus. Für 2028 kündigt das Unternehmen ein neues Einstiegsmodell an, das den kürzlich zugunsten des E-Modells aufgegebenen Macan-Benziner ersetzen soll. Das neue SUV soll eine eigenständige Baureihe werden und dürfte technisch eng mit dem Audi Q5 verwandt sein.
Supersportler oberhalb des 911
Beim großen SUV-Modell Cayenne verfolgen die Schwaben weiterhin eine Doppelstrategie. Neben dem neuen Elektroauto sollen die Varianten mit Verbrennungsmotor und Plug-in-Hybrid bis weit in die 2030er-Jahre weiterentwickelt werden. Weniger eindeutig ist hingegen inzwischen die Zukunft eines großen SUV oberhalb des Cayenne. 2025 hatte Porsche noch angekündigt, die ursprünglich rein elektrisch geplante Baureihe zunächst mit Verbrenner- und Plug-in-Hybridantrieb auf den Markt bringen zu wollen. Nun spricht das Unternehmen lediglich davon, ein entsprechendes Modell im oberen SUV-Segment zu „prüfen“.
Auch bei Panamera und Taycan machte Porsche keine neuen konkreten Angaben. Für den Panamera hatte das Unternehmen zuletzt einen Weiterbau von Verbrennern- und Plug-in-Hybridantrieben bis weit in die 2030er-Jahre angekündigt.
Neu ist die Ankündigung einer Mittelmotor-Plattform für einen Supersportwagen oberhalb des 911. Sie soll die Basis für eine neue Modellreihe bilden. Einen ersten Ausblick will Porsche Mitte Oktober mit einer Studie namens „Mission S“ geben. Damit könnte der Hersteller langfristig wieder ein Spitzenmodell in der Tradition von Carrera GT und 918 Spyder ins Programm aufnehmen. Der 911 selbst soll trotz der geplanten Straffung der Modellpalette weiterhin zahlreiche besonders exklusive Varianten erhalten, möglicherweise in Form von Sondermodellen. SP-X/Titelfoto: Porsche


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