Die großen Netzbetreiber stellen nun den Notruf um: Aus eCall wird NG eCall. Bis 2030 funktioniert eCall aber weiter.
Die drei großen Mobilfunkbetreiber in Deutschland starten mit der neuen Generation des automatisierten Unfall-Notrufs. Die „Next Generation Emergency Call“ (NG eCall) baut die Verbindung nicht mehr über 2G (GSM) auf, sondern nutzt 4G (LTE) und perspektivisch 5G, wie Vodafone, Deutsche Telekom und O2 Telefónica nun mitgeteilt haben. Mit der neuen Technik sollen Sprechverbindungen schneller zustande kommen und Standort- sowie Fahrzeugdaten zügiger an die Notrufzentralen übertragen werden.
Der bisherige eCall bleibt parallel weiter in Betrieb und funktioniert weiterhin über 2G. NG eCall kommt erst dann zum Einsatz, wenn sowohl das Fahrzeug als auch die Leitstelle die neue Technik unterstützen – andernfalls wird der Notruf wie bisher abgewickelt. NG eCall ist seit Anfang des Jahres in Europa für neue Fahrzeug-Typen verpflichtend, ab dem kommenden Jahr muss es in allen Neufahrzeugen eingebaut sein.
eCall: Bis Ende 2030 offen
Aus Sicht der Netzbetreiber ist der Umstieg auch mit Blick auf die anstehenden Netzabschaltungen wichtig: Die 3G-Netze sind in Deutschland bereits seit 2021 abgeschaltet. Vodafone will 2G im September 2028 deaktivieren, hält es für besonders kritische IoT-Anwendungen wie eCall aber bis Ende 2030 offen. Die Telekom plant das Aus für 2G im Juni 2028, O2 Telefónica nannte noch keinen Termin. SP-X/Titelfoto: Bosch


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