Opel Leapmotor

Opel entwickelt E-SUV gemeinsam mit Leapmotor

Opel plant ein elektrisches SUV in der Kompaktklasse – gemeinsam mit Leapmotor. Starten soll es schon 2028.

Opel arbeitet gemeinsam mit dem chinesischen E-Auto-Hersteller Leapmotor an einem neuen Elektro-SUV. Das im spanischen Saragossa gebaute Modell ordnet sich mit rund 4,50 Metern Länge zwischen dem Frontera und dem Flaggschiff Grandland ein und will nicht zuletzt mit günstigen Preisen überzeugen. Die Entwicklung hat gerade begonnen, der Produktionsstart ist für 2028 vorgesehen.

Bei dem neuen Opel soll es sich nicht um ein bloß umgelabeltes Leapmotor-Modell handeln. „Wir entwickeln ein neues eigenständiges Modell“, sagte Opel-CEO Florian Huettl in einem Gespräch mit Journalisten. Genutzt werden sollen Komponenten beider Partner. Opel bringt nach Huettls Darstellung vor allem klassische Fahrzeugkompetenz aus Rüsselsheim ein, etwa bei Fahrwerk, Lenkung, Sitzen, Licht, Design, Bedienung, Packaging und Komfort. Leapmotor steuert Technik rund um Batterie, E-Antrieb und elektrische Architektur bei.

In Opels Modellprogramm schließt der Neue die Lücke, die der zuletzt Richtung Mittelklasse gewachsene Grandland im klassischen SUV-Kompaktsegment gelassen hat. Ein direkter Ersatz für bestehende Modelle ist der neue Stromer also nicht. Details zur Technik nennt Opel noch nicht. Lediglich, dass die robusten und günstigen LFP-Batterien zum Einsatz kommen werden, ist klar. Vernuten lässt sich aber, dass das neue Modell Leapmotors „LEAP 3.5 Pure Electric Platform“ nutzen wird, die unter anderem vom Kompakt-SUV B10 bekannt ist. Das chinesische Modell wird künftig ebenfalls in Spanien gebaut, Start ist noch 2026. Ob Opel für das geplante SUV auch die 800-Volt-Technik sowie die Autopilot-Technik der Chinesen übernimmt, ist bislang unklar.

Startpreis zwischen 30.000 und 35.000 Euro

Opel Leapmotor
Florian Huettl, CEO von Opel. Foto: Opel

Auch konkrete Angaben zu Preisen macht Opel noch nicht. Huettl stellte allerdings eine bessere Kostenbasis vor allem bei Batterie und E-Antrieb in Aussicht. Bei dem Projekt gehe es auch um die „Bezahlbarkeit der Elektromobilität“. Orientiert man sich an den aktuellen Preisen für die E-Varianten von Frontera und Grandland, ist ein Startpreis von rund 30.000 bis 35.000 Euro denkbar.

Neu ist die Zusammenarbeit von Europäern und Chinesen nicht: Die Opel-Mutter Stellantis ist seit 2023 an Leapmotor beteiligt, beide Partner unterhalten außerdem ein Joint Venture für den europäischen Markt. Bislang umfasst dessen Tätigkeit vor allem den Vertrieb von in China gebauten und entwickelten Leapmotor-Modellen über das Stellantis-Händlernetz. Die gemeinsame Entwicklung und der Bau in Europa ist ein neuer Entwicklungsschritt.

Strategisch geht es Opel vor allem um Tempo und Kosten. Die Entwicklung des neuen Modells soll weniger als zwei Jahre dauern. „Wir versprechen uns davon das Beste aus zwei Welten“, sagte Huettl. Gemeint ist die Verbindung von Opel-Engineering und der E-Auto-Kompetenz von Leapmotor. Besonders wichtig sei der Zugang zu einer Kostenbasis bei der Batterietechnik, „die wir alleine heute nicht erreichen können“.

Das Projekt ist Teil der vertieften Zusammenarbeit zwischen Stellantis und Leapmotor. Neben der gemeinsamen Produktentwicklung bei Opel sollen auch industrielle Themen und Einkauf eine Rolle spielen. Huettl sieht Opel dabei als Vorreiter innerhalb des Konzerns. Ob später weitere Opel-Modelle oder andere Stellantis-Marken diesem Muster folgen, ließ Huettl offen. Das Projekt habe aber das Potenzial, ein neues Kapitel für Opel zu öffnen. SP-X/Titelfoto: Opel

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