Der Pariser Autosalon zählt wieder zu den wichtigsten europäischen Automessen. Besonders zwei kleine Stadt-Stromer dürften für Interesse sorgen.
Retro trifft Elektro, Kleinwagen auf große SUV: Der Pariser Autosalon (12. bis 18. Oktober) bietet in diesem Jahr wieder eine bunte Mischung an Neuheiten. Vor allem europäische Hersteller nutzen die Messe für Premieren, daneben bauen chinesische Marken ihre Präsenz weiter aus.

Zu den zugkräftigsten Neuheiten dürfte der Ausblick auf die Neuauflage der „Ente“ von Citroen zählen (Lesen Sie hier mehr). Die Franzosen wollen den Geist des legendären 2CV neu interpretieren, zentrale Ideen wie geringes Gewicht, einfache Technik, hohe Alltagstauglichkeit und einen möglichst niedrigen Preis in die nahe Zukunft übertragen. Das Serienmodell könnte 2028 zu Preisen um die 15.000 Euro starten.
Ebenfalls einen Fokus auf günstige Mobilität in der Stadt legt die Weltpremiere von Smart. Die von Mercedes und Geely betriebene Marke zeigt erstmals den neuen #2, der als elektrischer Zweisitzer die Nachfolge des früheren Fortwo antreten soll. Damit kehrt die Marke nach mehreren deutlich größeren SUV-Modellen wieder in das Segment zurück, mit dem sie ursprünglich bekannt geworden ist.
Auch Hyundai hat eine Weltpremiere angekündigt. Die Koreaner stellen in Paris einen neuen SUV im Kleinwagen-Segment vor. Name und technische Daten hält der Hersteller bislang zurück. Zusätzlich soll die Neuauflage des Tucson erstmals in Europa öffentlich gezeigt werden.
Weltpremiere von Hyundai

Renault bringt unter anderem das bereits vorgestellte Renault 8 Gordini Concept mit, Sport-Tochter Alpine gibt einen Ausblick auf die elektrische Neuauflage des Sportwagens A110.
Besonders umfangreich fällt das Programm des Stellantis-Konzerns aus. Lancia präsentiert den neuen Gamma, der als großes Crossover-Modell die erneuerte Modellpalette der italienischen Marke krönen soll. Fiat bringt mit dem Grizzly und einer Fastback-Variante zwei neue SUV-Modelle nach Paris.
Bei DS steht der neue N°7 im Mittelpunkt, ein luxuriös gestaltetes Kompakt-SUV, das es erstmals auch mit reinem E-Antrieb gibt. Begleitet wird es von einem bislang namenlosen Concept Car, das einen Ausblick auf die künftige Designsprache der französischen Premiummarke geben soll.

Auch Opel nutzt die Messe für einen Blick nach vorn. Mit dem STX Concept zeigen die Rüsselsheimer einen elektrischen Kombi, der Hinweise auf die künftige Formensprache der Marke und auch auf die kommende Astra-Familie liefern soll. Außerdem wird die sportliche GSE-Variante des Kleinwagens Corsa erstmals auf einer internationalen Automesse gezeigt. Peugeot stellt diesem das Schwestermodell 208 GTi zur Seite.
Mercedes-Benz kehrt an die Seine zurück
Eine zunehmend wichtige Rolle spielen chinesische Hersteller. Leapmotor präsentiert den elektrischen Kleinwagen B03 erstmals in Europa. Hinzu kommt das große SUV D19, das als neues Flaggschiff der Marke positioniert wird. Auch andere in Europa bereits etablierte Marken wie BYD, Maxus oder Lynk & Co zeigen sich an der Seine. Hinzu kommen noch relative Newcomer wie Zeekr, Li Auto, Chery und Changan.
Mercedes-Benz kehrt nach mehrjähriger Pause auf den Pariser Salon zurück und nutzt die Messe vor allem als Schaufenster seiner aktuellen Produktoffensive. Zu den Messepremieren zählen das neue Elektro-SUV GLA und die sportliche Limousine AMG CLA 45. Eine richtige Weltpremiere ist bislang nicht angekündigt.
Auch bei VW gibt es mit dem ID.Polo einen Messe-Debütanten, der zwar interessant ist, aber bereits präsentiert wurde. Ähnliches gilt für BMW, die die bereits bekannte Neue Klasse in den Mittelpunkt stellen. Noch zurückhaltender sind die japanischen Hersteller, die der Messe größtenteils ganz fernbleiben. Holger Holzer/SP-X/Titelfoto: Smart


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