Kodiaq

Skoda Kodiaq: Zweite Generation mit Doppelherz

Mehr Platz im Innenraum und ein PHEV-Antrieb mit 100 Kilometern Reichweite. So rollt der Skoda Kodiaq in die zweite Generation.

Seit sieben Jahren rollt der Skoda Kodiaq, das größte SUV der Tschechen, über die Straßen – seither wurden in mehr als 60 Ländern fast 850.000 Einheiten verkauft. Zeit also für eine Neuauflage. Diese umfasst auch eine Neuordnung der Antriebe, und dabei ist ein Plug-in-Hybrid die augefälligste.

Die Kombination aus einem 1,5-Liter-Benziner und einem E-Motor sorgt für eine Gesamtsystemleistung von 150 kW oder 204 PS. Damit ist das über die Vorderachse angetriebene Modell ebenso stark wie die stärkste Benziner-Version mit Allradtechnik. Die Batterie ist mit einer Kapazität von 25,7 kWh so groß ausgelegt, dass damit mehr als 100 Kilometer Reichweite rein elektrisch möglich sein sollen. Damit könnte der neue Kodiaq auch nach Beendigung der staatlichen Förderung von Plug-in-Fahrzeugen für viele Nutzer noch eine echte Alternative zu einem E-Auto sein. Das Laden erfolgt entweder an der Wallbox mit 11 kW oder mit 50 kW Gleichstrom.

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Der neue Skoda Kodiaq ist leicht gewachsen auf nun 4,76 Meter. Fotos: Skoda

PHEV-Technik erlaubt Schnellladen

Außer dem Plug-in-Hybrid ist der neue Kodiaq weiterhin mit zwei Benzinern und zwei Diesel-Aggregaten im Angebot. Einstieg ist der 1,5 TSI mit einem Sieben-Gang-DSG, der 110 kW (150 PS) leistet und seine Kraft auf die Vorderräder überträgt. Der Zweiliter TSI mit 150 kW (204 PS) ist ebenfalls mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe ausgestattet. Das aber leitet die Antriebskraft auf beide Achsen. Dieselfreunde können wählen zwischen dem Zweiliter-TDI mit 110 kW (150 PS) oder mit 142 kW (193 PS). Beide Versionen sind mit dem Siebengang-DSG-Getriebe ausgerüstet. Der starke Selbstzünder ist serienmäßig mit 4×4-Antrieb ausgestattet.

Zwei Benziner, zwei Diesel

Die neue Länge von 4,76 Metern bedeutet ein Wachstum von sechs Zentimetern. In der Breite misst der Kodiaq 1,86 Meter (ohne Außenspiegel) und in der Höhe 1,66 Meter. Bei einem Radstand von 2,79 Metern haben die Passagiere reichlich Platz. Und auch das Volumen des Kofferraums ist mit 910 Litern bei aufrecht stehenden Rücksitzlehnen beachtlich – 75 Liter mehr als bisher. Satte 2.105 Liter sind es, wenn die hinteren Lehnen vorgeklappt werden. Nach wie vor ist der Kodiaq als Fünf- oder Siebensitzer im Angebot. Dementsprechend variiert der Platz im Laderaum erheblich. 340 bis 845 Liter stehen dann zur Verfügung. Die zweite Sitzreihe ist zudem in der Länge verschiebbar.

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Es gibt ihn erstmals auch mit Plug-in-Hybrid-Antrieb.

Neues Interieurkonzept

Im Passagierabteil fällt auf Anhieb das komplett neue Interieurkonzept am Armaturenträger auf. Der Touchscreen für Navigation und zahlreiche Apps misst je nach Ausstattung 10,9 oder 12,9 Zoll, das „Digital Cockpit Plus“ 10,25 Zoll. Außerdem ist ein Head-up-Display im Angebot.

Digitale Drehregler ermöglichen den schnellen Zugriff auf zahlreiche Fahrzeugfunktionen. Die beiden äußeren Drehregler steuern für Fahrer und Beifahrer die Innenraumtemperatur, die Sitzheizung und zeigen jeweils die aktive Funktion an. Der mittlere Drehregler ist für bis zu vier unterschiedliche Funktionen zuständig. Hier lassen sich beispielsweise Infotainment-Lautstärke, die Luftrichtung oder auch die Klimaanlage bedienen. Damit hat das Team um Chefdesigner Oliver Stefanie auf die häufig von Kunden geäußerten Wünsche nach manuellen Reglern reagiert. Neu ist, dass die Bedieneinheit für das DSG-Getriebe von der Mittelkonsole auf die rechte Seite der Lenksäule – wie bei den ID-Modellen von Volkswagen – gewandert ist. Mit Drehbewegungen wird zwischen Vor- und Rückwärtsfahren gewählt. Die Mittelkonsole wirkt damit deutlich aufgeräumter und bietet mehr Stauraum. Eine neue Phone-Box kann zwei Smartphones gleichzeitig induktiv mit 15 W laden. Die Geräte werden dabei gleichzeitig gekühlt.

Auch innen ist vieles neu im Kodiaq.

Höheres Sicherheitsniveau

In der zweiten Generation des Kodiaq hat Skoda das Sicherheitsniveau mit zahlreichen Assistenzsystemen erhöht oder weiter verbessert. Beispiele hierfür liefern der Notfall- und der Stauassistent. Auch der erweiterte Insassenschutz (Crew Protect Assist) wird für den neuen Kodiaq zur Wahl stehen. Sobald seine Sensoren eine Not- oder Panikbremsung oder die potenzielle Gefahr einer Kollision erkennen, schließt er automatisch die Fenster und gegebenenfalls das Panoramadach, aktiviert die Warnblinkanlage und strafft die vorderen Sicherheitsgurte.

Der neue Remote Parking Assist ermöglicht es, das große SUV mit der Smartphone-App in enge Parkbuchten zu manövrieren, ohne selbst am Steuer zu sitzen. Auto und Smartphone nutzen hierfür eine Bluetooth-Verbindung, die bis zu einer Distanz von fünf Metern funktioniert.

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Die Preise beginnen oberhalb von 40.000 Euro.

Preise: Oberhalb von 40.000 Euro

Im Gesicht zeigt sich das Schwestermodell des VW Tiguan jetzt mit übereinanderliegenden Scheinwerferaugen, die auch mit Voll-LED-Matrix-Technologie zu haben sind. Der Frontgrill kann auf Wunsch mit 14 Leuchtelementen bestückt werden. Die formen ein Leuchtenband zwischen den Scheinwerfern. Das Heck wird dominiert von einer breiten und weit öffnenden Klappe. Darunter liegt eine neu gezeichnete Heckschürze mit integriertem Diffusor. Serienmäßig sind 17-Zoll-Räder verbaut. Bis zu 20 Zoll große Räder sind zu haben.

Der Einstiegspreis für den neuen Skoda Kodiaq wird bei knapp oberhalb von 40.000 Euro für den 1,5-Liter-Benziner mit Mildhybrid liegen. Der Marktstart wird im Frühjahr 2024 erfolgen.

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