Strompreise: Pünktlich zum Start der Reisesaison haben viele Fahrstromanbieter ihre Fahrstrompreise geändert. Eine Übersicht.
E-Auto-Fahrer sollten vor der Urlaubsfahrt die Ladetarife prüfen. Zum Start der Hauptreisezeit bringen mehrere Anbieter neue Aktionen, Abo-Modelle und Treueprogramme auf den Markt. Gleichzeitig steigen bei einzelnen Schnellladenetzen die Preise. Wer vergleicht, seine Ladestrategie anpasst oder den Anbieter wechselt, kann Geld sparen.
Zu den auffälligsten Angeboten zählt die Sommeraktion der Audi Charging Hubs. An allen deutschen Standorten können E-Autos sämtlicher Marken vom 6. Juli bis 31. August für 39 Cent je Kilowattstunde laden. Bezahlt wird direkt per EC-Karte oder gängiger Kreditkarte. Allerdings gibt es von den markeneigenen Ladestandorten europaweit bislang nur neun; vergleichsweise gut versorgt ist der Alpenraum.
Auch der niederländische Anbieter Fastned wirbt zur Reisesaison mit einem vergünstigten Abo: Das Gold-Member-Modell kostet bis Ende August 6 Euro im Monat und senkt den deutschen Ladepreis auf 49 Cent/kWh. TotalEnergies bietet an zehn ausgewählten Schnellladehubs bis Ende August Ad-hoc-Laden für 59 Cent/kWh an. Allego lockt Nutzer seines Plus-Abos mit zwei kostenlosen Monaten und bewirbt Einsparungen von bis zu 49 Prozent.
Für 39 Cent laden an den Audi-Hubs
Daneben setzen Anbieter auf Kundenbindungs- und Abo-Modelle. Marktführer EnBW hat mit „EnBW collect“ ein Treueprogramm gestartet, bei dem private Kunden an den Ladepunkten des Unternehmens Punkte sammeln und später in Ladeguthaben umwandeln können. Der französische Ladesäulenbetreiber Electra startet passend zum Ferienbeginn sein europaweites Angebot. Vor allem, wer nach Frankreich oder in die Beneluxstaaten reist, könnte von einem Monat kostenlosen und fristlos kündbaren Abo profitieren, mit dem sich die Kilowattstundenpreise deutlich senken lassen. Beim Roaming-Anbieter Charge Now gelten bis Ende August in Deutschland reduzierte Sommerpreise.
Aber nicht überall wird das Laden günstiger. Schnellladesäulenbetreiber Ionity hat seine Preise zum 1. Juli in weiten Teilen Europas erhöht. In Deutschland kann spontanes Laden ohne Abo laut aktuellen Tarifangaben bis zu 76 Cent je Kilowattstunde kosten, mit App oder Abo wird es günstiger.
Welcher Tarif für welche Reise der richtige ist, hängt von den konkreten Routen und Plänen ab. Preisunterschiede ergeben sich nicht nur aus dem Anbieter, sondern auch aus Land, Ladeleistung, Bezahlweg, Abo-Modell und Standort. Besonders teuer bleibt häufig das spontane Laden ohne Vertrag per QR-Code oder Kreditkarte. SP-X/Titelfoto: EnBW


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