Während die Preise beim Sprit auf Höhenflug sind, stagnieren sie beim Ladestrom oder sinken sogar. Eine Übersicht der fünf größten Anbieter.
Alles redet über die Spritpreise und wie man sie wieder senken kann. Doch grundsätzlich gilt ja eigentlich: Wenn man sich dem Markt ausliefert, dann muss man auch akzeptieren, dass die Preise steigen – wodurch auch immer. Die Frage sei gestattet: Würde es einen ebenso lauten Aufschrei geben, wenn die Ladestrompreise in gleicher Weise stiegen?
Doch wie sieht es bei den Ladestrompreisen überhaupt aus? Wir haben einmal die aktuellen DC-Ladepreise im Bereich Ad-hoc-Laden in Deutschland in 2026 zusammengetragen. Ergebnis: Sie sind gleich geblieben, teilweise sogar gefallen.

Besonders auffällig ist Ionity: Der Anbieter senkte am 12. Februar 2026 den Ad-hoc-Preis von 0,75 auf 0,69 Euro pro kWh und den App-Tarif von 0,70 auf 0,66 Euro pro kWh. Gleichzeitig bleiben die Abo-Tarife laut Ionity mit Preisen ab 0,39 Euro pro kWh die günstigste Option im eigenen Netz.
Fastned hat zum 1. April 2026 ebenfalls nachgegeben und den deutschen Standardpreis auf 0,69 Euro pro kWh gesenkt; per App liegt der Preis bei 0,62 Euro pro kWh, mit Gold-Mitgliedschaft bei 0,49 Euro pro kWh. Der Anbieter begründet das mit gesunkenen Netzentgelten in Deutschland.
EnBW bleibt beim Ad-hoc-Laden teuer, aber nicht bei den Abos
EnBW bleibt im Ad-hoc-Segment unverändert teuer: Für April 2026 wird ein Preis von 0,89 Euro pro kWh genannt. Gleichzeitig zeigt sich, dass EnBW im Tarifmodell mit Abos deutlich darunter liegt, etwa mit 0,39 Euro pro kWh im L-Tarif an EnBW-eigenen Ladepunkten.
Aral Pulse liegt im aktuellen Marktvergleich ebenfalls hoch und bewegt sich im Ad-hoc-Bereich bei 0,79 Euro pro kWh. Damit gehört der Anbieter weiter zur oberen Preisklasse, auch wenn sich im bisherigen Jahresverlauf keine explizite Preiserhöhung abzeichnet.

Vattenfall InCharge hat im März 2026 die stärkste sichtbare Preissenkung vorgenommen: Die DC-Preise wurden auf 0,44 beziehungsweise 0,49 Euro pro kWh gesenkt, nach zuvor 0,49 bis 0,69 Euro pro kWh. Das macht InCharge derzeit zum klaren Preisgewinner unter den betrachteten Anbietern.
Für Fahrer ohne Abo bleibt das Schnellladen 2026 teuer, oft im Bereich um 0,69 bis 0,89 Euro pro kWh. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Preisdifferenz zwischen Ad-hoc-Laden und Tarifmodellen mit Grundgebühr weiter groß bleibt, vor allem bei Ionity und EnBW. Titelfoto: Ionity


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