BMW 7er

Der neue BMW 7er bietet große Auswahl

Der neue BMW 7er zeigt sich außen, innen und auch unterm Blech ganz im Stil der Neuen Klasse. Erste Eindrücke.

BMW spricht bei der Neugestaltung seiner Luxuslimousine von der umfangreichsten Modellüberarbeitung in der Geschichte des Unternehmens. Schon beim ersten Blick ins Gesicht des 5,39 Meter langen Spitzenmodells des bayrischen Herstellers sind die Einflüsse der Neuen Klasse zu erkennen. So fallen die markentypischen Nieren deutlich kleiner aus als bisher. Das passt gut zu den extrem schmal gezeichneten horizontal angeordneten Tagfahrlichtern. Die sind auf Wunsch als sehr edel wirkende Kristallleuchten zu haben. Die weit unten liegenden LED-Scheinwerfer sind mit Lufteinlässen kombiniert.

Radar und Sensoren haben die Entwickler unsichtbar im Kühlergrill versteckt. Die Fläche davor ist beheizt, damit die Assistenzsysteme auch bei Schneefall mit Infos versorgt werden können. Die Flanken der Limousine sind sehr clean gezeichnet. Die neuen Türgriffe und die veränderten Außenspiegel fallen erst beim zweiten Hinschauen auf. Die Rädergrößen hat BMW von 19 auf mindestens 20 und erstmals maximal 22 Zoll angehoben.

BMW 7er
5,39 Meter langes Spitzenmodell aus München: BMW 7er. Fotos: BMW

Der Innenraum folgt dem Stil der Neuen Klasse

Im Innenraum macht sich die Neue Klasse so richtig breit. Der Armaturenträger ähnelt in großen Teilen dem im i3 und iX3. Das heißt, auch im 7er hält die Infoleiste Panoramic iDrive unten in der Frontscheibe ebenso Einzug wie der aus den Modellen bekannte 17,3 Zoll große Zentraldisplay. Neu ist dagegen das serienmäßig verbaute Beifahrer-Display. Hier können Mitreisende Filme streamen oder bei Bedarf sogar über Videocalls mit der Außenwelt kommunizieren.

Kopfhörer lassen sich über Bluetooth verbinden. Blicken Frau oder Mann am Steuer länger als 1,5 Sekunden auf den Passenger Screen, bleibt dort aus Sicherheitsgründen das Bild stehen. Im Vergleich zum bisherigen 7er wurde die Instrumententafel um 40 Millimeter abgesenkt, um den Blick auf das Head-up-Display zu erleichtern. Ein Panorama-Glasdach ist im 7er generell verbaut.

BMW 7er
Im Inneren wurde vieles aus der Neuen Klasse entliehen.

Die serienmäßigen Komfortsitze sind vorne und hinten vor allem auf Bequemlichkeit ausgelegt – wie es in einer Luxuslimousine erwartet wird. Entsprechend fällt auch das Platzangebot im Fond aus. Hier ist auf Wunsch der nochmals verbesserte, 31,3 Zoll große Theater-Screen als Extra vorgesehen. Der klappt auf Knopfdruck auf, bietet glasklare Bilder in einer Auflösung von bis zu 8k und ein Dolby-Atmos-System. Der Kofferraum hingegen ist nach wie vor unpraktisch. Die Radhäuser ragen weit nach innen, der Boden liegt tief und ist zudem nicht glattflächig. Das alles schränkt die Alltagstauglichkeit ein.

Die Antriebe: Breites Angebot

Auf der Antriebsseite hält BMW an einem breiten Angebot fest. Den Auftakt macht der 740 xDrive mit einem 294 kW (400 PS) starken Dreiliter-Reihensechszylinder und 48-Volt-Mildhybrid-Technologie zum Preis von 117.900 Euro. Dazu gesellen sich die drei rein elektrisch angetriebenen Versionen, die allesamt mit der Technologie der Neuen Klasse ausgerüstet sind. Der Energiegehalt der Hochvoltspeicher beträgt 112,5 kWh (netto). Die Ladeleistung beträgt 250 kW.

BMW 7er
Im Fond gibt es jede Menge Beinfreiheit.

Der i7 50 xDrive zum Preis von 121.400 Euro mit einer Systemleistung von 335 kW (455 PS) soll auf eine maximale WLTP-Reichweite von 708 Kilometern kommen. 707 Kilometer sind es laut BMW beim i7 60 xDrive (140.100 Euro) mit 400 kW (544 PS). Stärkste E-Version ist der i7 M70 xDrive mit 500 kW (680 PS), der laut WLTP-Wert 650 Kilometer weit mit einer komplett geladenen Batterie kommen soll. 182.400 Euro stehen hinter diesem Modell in der Preisliste.

Drei weitere Motorisierungen im Herbst

Im November dieses Jahres folgen drei weitere Motorisierungen. Der Diesel-Mild-Hybrid im 740d xDrive mit drei Litern Hubraum und sechs Zylindern hat eine Leistung von 230 kW (313 PS) und kostet 122.900 Euro. Der 750e xDrive ist ein Plug-in-Hybrid mit einer Systemleistung von 360 kW (489 PS). Hier ist ein Dreiliter-Sechszylinder mit 230 kW (313 PS) mit einer 145 kW (197 PS) starken E-Maschine kombiniert. Kostenpunkt: 133.900 Euro.

BMW 7er
Der Kofferraum ist ziemlich zerklüftet.

Das vorläufige Spitzenaggregat der Verbrenner-Fraktion treibt den 159.900 Euro teuren M760e xDrive an. Hier leistet das Plug-in-Hybrid-System 450 kW (612 PS), setzt sich zusammen aus einem Dreiliter-Sechszylinder mit 450 kW (612 PS) sowie einem E-Motor mit 145 kW (197 PS).

Mitte 2027 wird BMW noch einen Achtzylinder für die 7er-Baureihe nachreichen. Auch der wird dann alle optischen und technischen Merkmale der Neuen Klasse aufweisen.

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