EU Zulassungen März

EU-Neuzulassungen: Stromer gewinnen stark

Im März wurden 48,9 Prozent mehr E-Autos in der EU neu zugelassen als im Vorjahr. Dickes Plus auch im ersten Quartal.

Die Elektromobilität in Europa gewinnt weiter an Dynamik: Im März 2026 wurden laut ACEA 234.532 Elektroautos neu zugelassen – ein Anstieg von 48,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit war fast jedes fünfte neu zugelassene Fahrzeug in der EU rein elektrisch unterwegs.

Auch im gesamten ersten Quartal zeigt sich ein klarer Aufwärtstrend. Insgesamt kamen 546.937 neue Elektro-Pkw auf die Straße, was einem Wachstum von 32,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Der Marktanteil batterieelektrischer Fahrzeuge lag bei 19,4 Prozent. Besonders der starke März hat das Quartal deutlich nach oben gezogen, nachdem die Zuwächse im Januar und Februar noch moderater ausfielen.

Der positive Trend beschränkt sich jedoch nicht nur auf Elektroautos. Der gesamte europäische Automarkt legte im März um 12,5 Prozent zu. Nach einem Rückgang von 3,9 Prozent im Januar und einem leichten Plus von 1,4 Prozent im Februar ergibt sich für das erste Quartal insgesamt ein Wachstum von vier Prozent. Laut ACEA wurde diese Entwicklung vor allem durch stabile Konsumnachfrage sowie neue und angepasste Förderprogramme in wichtigen EU-Märkten gestützt.

E-Autos sind die am stärksten wachsende Antriebsart

Elektroautos waren im März die mit Abstand am stärksten wachsende Antriebsart. Plug-in-Hybride verzeichneten ebenfalls ein Plus von 28,2 Prozent auf 105.414 Einheiten. Reine Verbrenner hingegen verloren weiter an Bedeutung: Benziner gingen um 9,4 Prozent zurück, Diesel sogar um 12,3 Prozent.

EU Neuzulassungen März
Grafik: ACEA

Die größte Antriebsgruppe bleiben jedoch Hybride (HEV), die mit 444.835 Neuzulassungen ein Wachstum von 20,1 Prozent erreichten. Dabei ist zu beachten, dass diese Kategorie sehr unterschiedliche Technologien umfasst – von Vollhybriden bis hin zu Mildhybriden. Viele dieser Fahrzeuge können nicht rein elektrisch fahren und bieten daher nur begrenzte Vorteile für Emissionen, auch wenn sie statistisch als elektrifiziert gelten.

Regional zeigt sich im Quartal weiterhin ein uneinheitliches Bild. Über 60 Prozent aller Elektroauto-Neuzulassungen entfallen auf die vier größten EU-Märkte. Besonders stark wuchsen im ersten Quartal Italien mit plus 65,7 Prozent, Frankreich mit plus 50,4 Prozent und Deutschland mit plus 41,3 Prozent und 66,2 Prozent im März. Deutschland bleibt mit 159.630 neuen Elektroautos der größte Einzelmarkt.

Tesla konnte deutlich zulegen

Rückgänge gab es nur in wenigen Ländern. Belgien lag leicht unter Vorjahr mit minus 2,3 Prozent, die Niederlande verzeichneten ein Minus von 23,3 Prozent und Luxemburg von 9,4 Prozent. In kleineren Märkten wie Kroatien kam es hingegen zu starken prozentualen Zuwächsen, die jedoch auf einer niedrigen Ausgangsbasis beruhen.

Ein Blick auf die Hersteller zeigt ebenfalls interessante Entwicklungen. Tesla konnte seine Neuzulassungen im März EU-weit mehr als verdoppeln und erreichte 36.868 Einheiten. Im ersten Quartal lag das Plus bei 59,6 Prozent mit insgesamt 57.792 Fahrzeugen. Wachstumstreiber dürften insbesondere günstigere Varianten des Model Y gewesen sein.

Die aktuellen Zahlen unterstreichen, dass sich der europäische Automarkt zunehmend elektrifiziert. Gleichzeitig zeigen sie aber auch, dass der Übergang regional unterschiedlich schnell verläuft und statistische Kategorien wie Hybride weiterhin differenziert betrachtet werden müssen. Titelfoto: KI

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