Preiserhöhung

Audi-Preiserhöhung gefährdet Umweltbonus

Zum 11. Juli will Audi die Preise erhöhen. Das dürfte Auswirkungen auf die Förderfähigkeit einiger Modelle haben.

Preiserhöhungen sind in der Autowelt derzeit ja keine Seltenheit. So wurde ja vor einigen Wochen der Ford Mustang Mach-e über Nacht um satte 9.000 Euro teurer, und auch Tesla hatte zuvor mit einem Aufpreis von 7.000 Euro für das Model 3 kräftig zugeschlagen. Nun hat Audi wohl seinen Händlern eine neue Preisrunde für den 11. Juli mitgeteilt, wie die „Automobilwoche“ vermeldet hat. Das Problem: Einige Modelle fallen damit aus der (vollen) Förderung. Wie stark die Preise steigen, wurde nicht mitgeteilt.

Probleme bei Q4 e-tron

Betroffen sind wohl einige Varianten der Elektromodelle Q4 e-tron und Q4 Sportback e-tron sowie die Plug-in-Hybridmodelle, wie „electrive.net“ schreibt. „Da der Audi Q4 e-tron/Audi Q4 Sportback e-tron und die Audi Plug-in-Hybridmodelle nicht mit den inflationierten Preisen zum 11.07.22 nach den 2022 geltenden Bafa Regularien gelistet sind, haben nicht altpreisgeschützte Vorführwagen und Lager-/Schauraumfahrzeuge keinen Anspruch auf den Bundesanteil der Bafa Prämie in 2022“, heißt es dazu in dem von „electrive.net“ zitierten Schreiben.

Ein Blick in die BAFA-Liste der förderfähigen Fahrzeuge offenbart, dass zum Beispiel der Q4 40 e-tron ein solcher Fall werden dürfte: In der Liste mit Stand 10. Juni 2022 ist diese Variante mit einem Netto-Listenpreis von 39.915,97 Euro (47.500 Euro brutto) geführt.

Keine Preisgarantie für bereits bestellte Autos

Und es gibt noch ein Problem: Audi garantiert nicht allen Kunden, die bereits ein entsprechendes Fahrzeug bestellt haben, den alten Preis – was für verärgerte Kunden, aber auch für zusätzliche Kosten bei den Handelsbetrieben sorgen dürfte. Das Kriterium ist der aktuelle Status der Bestellung: Alle sogenannten „Bestellvormerkungen, die nicht in Status D stehen“, haben keinen Altpreisschutz und sind laut Audi unternehmerisches Risiko der Händler.

„Status D“ bedeutet, dass das Fahrzeug disponiert ist – also vom Werk mit einer konkreten Bestellwoche versehen ist. Ist das nicht der Fall, müssen die Kunden die ab 11. Juli geltenden, höheren Preise zahlen – mit gegebenenfalls entsprechenden Konsequenzen. Die neue Preisrunde – die vierte seit März 2021 – begründet Audi mit den globalen Rahmenbedingungen. „Derzeit sind auf den weltweiten Märkten in vielen Bereichen teilweise sehr deutliche Preisanstiege zu verzeichnen, unter anderem bei Rohstoffen und Energie“, so der Hersteller zu seinen Händlern. Titelfoto: Audi

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