Chinesische Auto-Marken haben in kurzer Zeit weltweit massiv Marktanteile gewonnen. Nicht nur in Russland.
Chinesische Automarken haben ihren weltweiten Marktanteil innerhalb von fünf Jahren deutlich gesteigert. Wie aus einer Analyse des französischen Marktforschungsunternehmens Inovev hervorgeht, entfielen 2025 rund 24,5 Prozent des globalen Pkw-Marktes auf chinesische Hersteller. Im Jahr 2020 waren es erst 15,6 Prozent. Noch 2010 lag ihr Anteil bei weniger als 5 Prozent.

Am stärksten sind die chinesischen Marken weiterhin auf ihrem Heimatmarkt vertreten. Dort erreichten sie 2025 einen Anteil von 68,5 Prozent, nach 47 Prozent fünf Jahre zuvor. Den größten Sprung verzeichneten sie allerdings in Russland: Ihr Marktanteil stieg von 3,4 auf 44,5 Prozent. Damit ist inzwischen fast jeder zweite dort verkaufte Pkw einer chinesischen Marke zuzuordnen – vor allem eine Folge des Rückzugs westlicher Autohersteller nach Beginn des Ukraine-Kriegs.
Chinesische Marken: In Westeuropa nur 5 Prozent
Aber auch in anderen Weltregionen konnten die Hersteller deutlich zulegen. In Afrika stieg ihr Marktanteil von 7,5 auf 16,9 Prozent, in Ozeanien von 3,3 auf 16,4 Prozent. In den Golfstaaten erreichten chinesische Marken zuletzt 14,5 Prozent, in Lateinamerika 12,7 Prozent und in Südostasien 10,8 Prozent.
In Europa ist die Marktposition dagegen noch vergleichsweise schwach. In Westeuropa kamen chinesische Hersteller 2025 auf einen Anteil von 5 Prozent, nachdem es 2020 erst 0,3 Prozent gewesen waren. In Mittel- und Osteuropa stieg der Wert im gleichen Zeitraum von 0,3 auf 3,7 Prozent. Praktisch keine Rolle spielen chinesische Marken bislang in Nordamerika. SP-X/Titelfoto: XPeng


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